Lyambiko - Love Letters Tour 2017

Love Letters 

Zufällig wiederentdeckte Liebesbriefe aus der Familie inspirierten Deutschlands erfolgreichste Jazzsängerin Lyambiko zu neuen eigenen Songs und einer frischen Sicht auf Jazzklassiker wie Close Your Eyes und Stardust.

Interview Love Letters 

 

Tourtermine Lyambiko:

14.10.2017      Berlin                          Quasimodo                 
15.10.2017      Kiel                              Kulturforum                
18.10.2017      Regensburg                Leerer Beutel             
19.10.2017      Oberhaching               Bürgersaal                  
20.10.2017      Stuttgart                      Bix                  
21.10.2017      Burgdorf                     Stadthaus                   
24.10.2017      Münster                      Hot Jazz Club             
25.10.2017      Trier                            TUFA             
26.10.2017      Dortmund                    Domicil           
27.10.2017      Bad Homburg              Kulturbahnhof            
28.10.2017      Karlsruhe                    Tollhaus                     
29.10.2017      Mainz                          Frankfurter Hof                      
31.10.2017      Kassel                         Theaterstübchen                   
02.11.2017      Hannover                    Jazzclub Hannover                
03.11.2017      Bremen                       KITO              
04.11.2017      Plauen                         Malzhaus                    
05.11.2017      Dresden                      Jazzclub Tonne                     


„Ja, diese Nacht habe ich wieder einmal von Dir geträumt, was, weiß ich leider nicht mehr, aber ich war ganz glücklich erwacht. Überhaupt, auch am Tag, wenn meine Gedanken wegen der Arbeit ausfliehen können, da sind sie bei Dir. Vergangenes und Zukünftiges schwebt um mich. Glückselige Gedanken der Liebe.“
Nein, das ist kein Songtext. Das ist ein Liebesbrief, geschrieben 1934 vom Großvater des Ehemanns der in der Schweiz lebenden deutschen Jazzsängerin Lyambiko. Nicht zuletzt ihre beiden jüngsten Alben Lyambiko Sings Gershwin (2012) und Muse (2015) haben gezeigt, dass die ECHO-Preisträgerin es liebt, einen roten Faden durch die Songs ihrer Alben zu spinnen. Zu Love Letters hat sie der zufällige Fund einer Kiste voller Liebesbriefe auf dem Dachboden des Elternhauses ihres Mannes inspiriert. Getrennt durch weit entfernte Arbeitsplätze und letztlich den Zweiten Weltkrieg, hatten dessen Großeltern in der Zeit von 1933 bis 1944 oft nur über diesen Briefwechsel die Möglichkeit, Kontakt zueinander zu halten, um sich ihrer Liebe zu versichern oder sich über Alltägliches auszutauschen.
„Ich habe diese Briefe innerhalb weniger Tage verschlungen. Das war, als würde man einen Roman lesen“, erinnert sich Lyambiko. Beim Lesen der Briefe kam ihr die Idee zu Love Letters. „Ich begann, die damaligen Zeiten mit heute zu vergleichen. So kamen die beiden Ebenen von Alt und Neu zusammen. Daraus erwuchs das Bedürfnis, alte Stücke aufzunehmen, von denen ich mir hätte vorstellen können, die könnte sie vor sich hin geträllert haben, wenn sie an ihn gedacht hat. Dazu wollte ich neue Stücke schreiben, die besser auf mich passen.“
Das Ergebnis ist eine Mischung aus eigenen Songs mit Klassikern wie Close Your Eyes, Stardust oder Someday My Prince Will Come, die vor dem Hintergrund der Liebesbriefe eine ganz neue Geschichte erzählen. Mit großem Feingefühl werden die Oldtimer und neue Lieder zu einem stimmigen Ganzen verwebt, das ohne kalkulierte Vintage-Patina authentisch die altmodischste und doch zugleich aktuellste aller Empfindungen auf zwei verschiedenen Zeitebenen beschreibt.
Mit Trompeter Martin Auer, Pianist Marque Lowenthal, Bassist Robin Draganic und Schlagzeuger Tilman Person gelingt Lyambiko das seltene Kunststück, das geheimnisvolle Funkeln einer versunkenen Welt hörbar zu machen. Sie lässt sich ganz und gar auf jedes Lied ein und nimmt sich so weit wie möglich zurück.
Love Letters ist ein zeitloser Kontrapunkt zur Kurzlebigkeit von Twitter und Facebook, ein hörbar gemachtes Gefühl und eine sehr persönliche Zeitreise mit Rückfahrkarte.