Coeur De Pirate

 

CŒUR DE PIRATE „Cœur de pirate“

 (Le Pop Musik/GrooveAttack)   KatalogNr.: LPM28         VÖ.: 20. August 2010

 

  EAN:673793402827

 

 

 Cœur de pirate entert die Charts und kapert die Herzen

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Cœur de Pirate nennt sich die 20jährige Sängerin Béatrice Martin aus Montréal, der in Rekordzeit der Sprung vom ersten Song auf Myspace zum großen Durchbruch gelang. Inzwischen ist sie x-fach mit Auszeichnungen dekoriert: vom Félix über den Juno-Award bis zum hoch angesehenen „Victoire de la musique“, dem französischen Grammy. Die vielen Preise und enormen Erfolge an der Ladentheke (mehr als 500.000 Alben verkaufte sie bisher allein in Frankreich) katapultierten sie förmlich in die Charts der frankophonen Welt: Nr. 1 der kanadischen Album-Charts, Nr.2 der französischen Album-Charts, Nr.4 in Belgien und Nr.1 im französischen iTunes-Store ... Durch zwei Auftritte im legendären Pariser Konzertsaal Olympia wurde sie in den Chanson-Adelsstand erhoben. Regelmäßig ziert sie die Titel der Hochglanzmagazine. Das Erfolgsgeheimnis Béatrice Martins? Melodien! Melodien, denen man sich von der ersten Note an nicht verschließen kann. Melodien, die das haben was perfekte Popsongs fast immer ausmacht: eine entwaffnende Einfachheit, die nicht zu kopieren ist. Alle sind sich einig: die Nouvelle Scène hat einen neuen Star. Ihr kometenhafter Aufstieg führt Cœur de Pirate nun auch ins nicht-frankophone Ausland.

Was für eine Geschichte! Als die damals 18jährige Béatrice Martin vor 2 Jahren ihre ersten Songs auf Myspace stellte, hätte sie nicht im Traum daran gedacht, unter dem Künstlernamen Cœur de Pirate binnen kürzester Zeit die kanadische Szene aufzumischen, nur um anschließend mittels Major-Vertrag auch noch Frankreich im Sturm zu erobern. Dabei fing alles ganz alltäglich an: Als Béatrice eines Tages aus der Dusche stieg, fiel ihr die Melodie zu ihrem Hit „Comme des enfants“ ein: „Ich dachte ’Wow, cool, ich kann komponieren!’, nahm die Melodie auf mein Handy auf, rannte zum Klavier und habe alles aufgeschrieben. Danach habe ich getextet und das war’s. Dieses und drei weitere Stücke machten im Internet schnell die Runde. Es dauerte nicht lange bis das Independent-Label LA GROSSE BOÎTE aufmerksam wurde. Sie riefen bei ihr an und fragten, ob sie noch weitere Demos habe. „Ich habe ’ja’ gesagt. Doch das war gelogen. Binnen zwei Wochen habe ich dann ganz viele Lieder aufgenommen.“

 

Es sind genau diese Songs, die es dann auch auf ihr Album schafften. Und viel musste daran nicht mehr gemacht werden: ein paar zusätzliche Arrangements, ein Chor hier, ein paar Streicher da – doch die Spontaneität der ersten Aufnahmen bleibt durchgehend spürbar. Die Lieder Cœur de Pirates, zum Klavier oder E-Piano vorgetragen, gehen ohne Umweg direkt durchs Gehör ins Herz. Das Album verströmt einen ungezwungenen Charme entwaffnender Direktheit, dem sich wohl nur entziehen kann, wer das eigene Jungsein vergessen hat. Dabei wollte Béatrice Martin mit dem Album und der Wahl ihres Künstlernamens ihre Jugend und die damit verbundenen Konflikte symbolisch ad acta legen: „Eigentlich schreibe ich nur Musik, wenn etwas Schlimmes passiert. Wenn es mir gut geht, fällt mir nichts ein.“ Doch wer jetzt denkt, so könnten nur traurige Balladen entstehen, der wird durch die stilistischen Vielfalt ihres Albums eines Besseren belehrt. Ihre besten Songs, sagt sie, sind ihr am schnellsten eingefallen...

Cœur de Pirate lässt uns auf faszinierende Weise daran teilhaben, wie eine Künstlerin mit ihrer Musik erwachsen wird. Zu wünschen ist ihr dabei nur, dass sie sich ihren fast schon naiven Charme bewahrt. Das könnte allerdings schwer werden – denn was Béatrice Martin seit der Album-Veröffentlichung erlebt, reicht normalerweise für eine komplette Karriere aus: In Kanada nahm ihr Aufstieg eine eher sanfte Kurve, auch wenn er sie an die Spitze der Album-Charts führte. Dazu beigetragen hat ein Zeitraffer-Video von seinem krabbelnden Baby, dass der kanadische Fotograf Francis Vochon mit dem Cœur de Pirate-Stück „Ensemble“ unterlegt hat. Der Clip wurde auf YouTube ein so großer Hit, dass er es in die ABC Sendung „Good Morning America“ schaffte. Den nächsten Kick gab ihr noch am gleichen Tag Gossip-Blogger Perez Hilton, der einen Beitrag über Béatrice Martin verfasste und dazu ein Snippet von „Comme des Enfants“ auf seinem Blog postete. Sein Kommentar dazu: „Wir haben keine Ahnung worüber sie singt, aber es ist wunderschön.“ Bald darauf musste sich die junge Frau mit den wuscheligen Haaren und den tätowieren Armen daran gewöhnen, auf der Straße erkannt zu werden. Doch noch konnte sie nicht ahnen, was ihr beim Sprung über den Atlantik passieren würde.

Der Musikmulti Universal wurde auf das aufstrebende Talent aufmerksam und sicherte sich die Rechte für den frankophonen Markt in Europa. Auf dem Jacques-Brel-Label Barclay brachte die Firma im Herbst letzten Jahres „Cœur de Pirate“ heraus. Die Sängerin, knapp ein Jahr zuvor nur einer kleinen Myspace-Gemeinde bekannt, schlug in der französischen Medienöffentlichkeit wie eine Bombe ein. „Comme des enfants“ (übrigens das Schlussstück von Le Pop 5) lief in den Radios auf Hot Rotation und die Single stieg bis auf Platz 4 der Charts. Les Inrockuptibles schrieb: „Ein Phänomen, selten wie sonderbar, wo sie auch auftaucht, fliegen ihr die Herzen zu.“ Die „Elle“ befand: „Wir schmelzen dahin!“, das Hochglanzmagazin Voici hievte sie aufs Cover. Ein wahrer Sturm im Blätterwald setzte ein, der bis heute anhält. Eine Begeisterung, die hierzulande höchstens mit dem derzeit grassierenden Lena-Virus vergleichbar ist. Beinahe logische Konsequenz: der „Victoire de la musique“ für das beste Stück des Jahres, Platz eins in den Single-Charts für ihr Duett mit Julien Doré „Pour un infidèle“ und als endgültiger Ritterschlag: besagte zwei Konzerte im legendären Pariser Olympia.

Dem Rummel um Coeur de Pirate ist es auch geschuldet, dass ihr Album erst jetzt in Deutschland und Österreich erscheint. Wir wissen, es ist überfällig. Zum Ausgleich für das Warten enthält die deutsche Ausgabe den „Le Matos remix“ von „Comme des enfants“ als exklusiven Bonustrack sowie Übersetzungen der französischen Texte im Booklet.