EndersRoom

Enders Room – zen tauri              Veröffentlichung: 15. Oktober 2010

 material records/Harmonia Mundi  MRE032-2   EAN 9005321010326

Presseinfo als PDF

termine:
03.12.2010     Murnau         Westtorhalle
04.12.2010     München     Unterfahrt
09.12.2010     Dettenfofen     Fuchs & Has
13.01.2011     Leipzig     Telegraph
14.01.2011     Chemnitz     Weltecho
16.01.2011     Berlin         A-Trane
03.02.2011     Dresden     Scheune

Liveband:
Johannes Enders -
Saxes/Bassclarinet,Keyboards,Electronics
Gerd Baumann - Guitar,Trumpet
Jan Eschke - Piano, Keyboards
Gregor Hilbe - Drums,Electronics
special Guests:
Micha Acher - Trumpet
Stefan Schreiber - Bassclarinet

 Science-Fiction-Romantik, elektronische Musik und analoge Klangästhetik - so etwas wie ein privates Klanguniversum, bei dem jeder Sound, jeder Beat und jedes kleinste Detail zu einer musikalischen Sprache beitragen, die unverwechselbar Enders Room ausmacht.

 

Der große Saxophonist Johannes Enders betreibt seit Jahren eine Art Laboratorium namens Enders Room. Hier beschreitet er stilistische Pfade, die sich weit aus der Ästhetik von Jazzmusik heraus bewegen und eine hypnotische elektronische Musik ermöglichen. Mitunter veredelt Enders seine im eigenen Studio gebauten und programmierten Stücke auch als Improvisator. Im Kern sind sie jedoch so etwas wie ein privates Klanguniversum, bei dem jeder Sound, jeder Beat und jedes kleinste Detail zu einer musikalischen Sprache beitragen, die unverwechselbar Enders Room ausmacht.

 Am ehesten könnte man die Musik von Enders Room vielleicht als eine Melange aus all den Einflüssen bezeichnen, die in den letzten 43 Jahren durch das Gehirn des Masterminds Johannes Enders geflossen sind: auf der einen Seite seine Erfahrungen aus unzähligen Konzerten und CD-Aufnahmen mit Jazzgrößen wie Billy Hart, Lee Konitz, Kenny Weehler, Brad Mehldau, Richie Beirach, Bobby Hutcherson, Jerry Bergonzi, Wolfgang Muthspiel, Joe Lovano , Hank Jones u.v.a. ; auf der anderen Begegnung und Kooperationen mit so unterschiedlichen Künstlern wie Markus und Micha Acher, Tied & Tickled Trio, Console, Peter Kruder, Joo Kraus, JBBG, Barbara Buchholz, Rebekka Bakken, Nils Petter Molvaer, DJ Spooky, Fauna Flash oder Nana Mouskouri – all diese gepaart mit seinem Faible für Science-Fiction-Romantik, elektronischer Musik und analoger Klangästhetik.

 Auf der Suche nach Antworten auf die ältesten Fragen der Menschheit entstand nun Zen Tauri, Enders Rooms fünfte Produktion, die in unzähligen und einsamen Stunden im gleichnamigen Weilheimer Studio ausgetüftelt und zusammengeschraubt wurde. Veredelt haben das neue Werk Beiträge von Wolfgang Muthspiel, The Notwist, Billy Hart, Gregor Hilbe, Barbara Buchholz u.a.

Johannes Enders

 Johannes Enders stammt aus dem oberbayerischen Städtchen Weilheim. 1010 zum ersten Mal in einer Chronik erwähnt, scheint sich dieser Ort mit dem Viertelmond und den drei Sternen im Wappen inzwischen zu einem guten Ausgangspunkt gemausert zu haben, will man mit innovativen Projekten die Musikfans Deutschlands (und Europas) überraschen. Enders ist jedenfalls nicht nur mit diversen Projekten unter eigenem Namen, sondern auch als festes Mitglied des ebenfalls aus Weilheim stammenden Tied & Tickled Trios und permanenter Gast auf den Studioalben von The Notwist mittlerweile in der Szene bestens etabliert. Dass er keine Berührungsängste kennt, zeigen Zusammenarbeiten mit so unterschiedlichen Künstlern und Bands wie Jaki Byard,The Notwist, Bobby Hutcherson, Lee Konitz, Nasheet Waits, Peter Kruder (ohne Dorfmeister), DJ Spooky, Roy Hargrove,Jazz Big Band Graz, Donald Byrd, Billy Hart,Nils Petter Molvaer, Fauna Flash, Joo Kraus, Brad Mehldau oder Nana Mouskouri.

 Johannes betritt die Bühne des Lebens im „internationalen Jahr des Tourismus“, sprich: 1967. Trotzdem interessiert er sich zunehmend für Musik. Mit 14 bläst er zum ersten Mal in ein Saxophon und bekommt bald auch Unterricht an der Weilheimer Musikschule. Dort trifft er auch Micha und Markus Acher, später die zwei weiteren Drittel des Tied & Tickled Trios. Nach seiner Ausbildung zum Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost und Privatunterricht bei Andre Legros am Münchner Richard Strauss Konservatorium, studiert Johannes Enders für zwei Jahre an der Hochschule für Musik und bildende Kunst im österreichischen Graz. Dort erntet er auch seine ersten Preise. Ein Stipendium, das ihm die amerikanische Basslegende Reggie Workman (u.a. John Coltrane, Art Blakey) verschafft, und die Freundschaft zu seinem Mentor Vincent Herring, führen ihn daraufhin nach New York an die New School. Dort genießt Enders nicht nur die Stadt und ihre Clubs, sondern vor allem den Unterricht von Jazzlegenden wie Donald Byrd, Jerry Bergonzi, Jimmy Cobb und vielen anderen. Seine Silber-Trophäe beim „American Music Fest“ in San Francisco (1990) und die Finalteilnahme am renommierten „Thelonious Monk“-Wettbewerb in Washington D.C. im Jahr darauf bereiten ihm auch im gelobten Land einen gelungenen Empfang. Lange hält es ihn trotzdem nicht in New York. „Ich habe mein Studium unter anderem dadurch finanziert, dass ich viel in Europa gespielt habe“, meint Enders heute. „Obwohl ich New York liebe war es Irgendwann bequemer wieder hier zu bleiben. Außerdem hatte ich keinen Bock auf den dauernden Visumsstress.“ Diese pragmatische Einstellung bewahrt Johannes Enders auch musikalisch davor, „den Rock’n’Roll unter den Jazzfüßen zu verlieren“, wie es ein Journalist formulierte. Als erklärter Liebhaber von Bandkonzepten lehnt er extrovertierte Selbstbeweihräucherungen in Form von übertrieben endlosen Solopassagen ebenso ab, wie das rufschädigende Aneinandervorbeispielen, das besonders im Jazz als ständige Gefahr lauert. Zurück in Deutschland etabliert sich Johannes Enders schnell als eine der wichtigsten Stimmen am Tenorsaxophon und wird dafür u.a. mit dem Kulturförderpreis für Musik der Stadt München, dem SWR Jazzpreis, dem Weilheimer Kulturpreis und dem Neuen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet. Er wird Mitglied im Tied & Tickled Trio und entdeckt seine Liebe zur elektronischen und Minimal Musik. Inzwischen zählt der Zwei-Meter-Hüne laut Fachmagazin Jazzthing zu einem der zehn wichtigsten Nachwuchstenoristen weltweit. Im Herbst dieses Jahres wird Enders Professor für Saxofon an der Hochschule für Musik in Leipzig.

 Neben den Gastsspielen auf den Alben anderer Leute und zahlreichen Side-Projekten kristallisiert sich seit 2002 seine eigene Formation Enders Room als gehaltvolles und erfolgreiches Elektrojazz-Projekt heraus, das bisher auf vier erfolgreiche Alben verweisen kann („Monolith“, 2003, „Human Radio“, 2004, „Hotel Alba“, 2006 „Random Guru“ , 2008.

 1 Cassini  5:45 

2 Zen Tauri  6:24

3 New Wonder  5:14

4 Archetype  5:05

5 Arvo  1:18 

6 Notre Dame  6:54

7 Mare Profondo  5:59

8 Nothing Matters  5:10

9 Compánion Star 3:30

10 Notre Dame Reprise  1:50

 

All songs by Johannes Enders except 5 by

Johannes Enders / Wolfgang Muthspiel

 

 

Line-up

 

Johannes Enders

All Instruments and Programming

 

 

Guests

Wolfgang Muthspiel – Guitar on 1/2/3/5/6/10

Micha Acher – Trumpet on 2/7/8/9

Billy Hart – Drums on 3

John Hollenbeck – Drums on 8/9

Stefan Schreiber – Bass Clarinet on 9

 

Recorded and mixed at the Enders Room / Weilheim and in Leipzig, 2010

Mastered by Guido Hieronymus / Munich

Produced by Johannes Enders & Wolfgang Muthspiel

Creative Direction and Cover Design by Oliver Kartak