Fay Claassen

FAY CLAASSEN - SING!
with The WDR Big Band
Cologne
arranged & conducted by Michael Abene   & WDR Rundfunkorchester

CR 73301 |                                                                                                                     Vö: 03.09.2010

 Vertriebe: Sunny Moon (D) Extraplatte (AT)

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SING! lässt uns eine Fay Claassen hören, die mit großer Leichtigkeit von Songs – die man mit Jazzdiven wie Betty Carter, Ella Fitzgerald, Dinah Washington, Anita O'Day und Abbey Lincoln assoziiert – zu Liedern wechselt, die von Bessie Smith, Joni Mitchell, Miriam Makeba, Nina Simone und Björk gesungen wurden. 

„Seit ich denken kann singe ich. Schon als kleines Mädchen liebte ich nichts mehr, als mitzusingen bei den schönen Musicals wie „An American in Paris“, „Westside Story“ und saugte begeistert alles auf, was ich mit meiner Mutter im Theater oder im Fernsehen an Musik mit Tanz sehen konnte. Deswegen war es auch  mein größter Wunsch auf die Theater- und Ballett-Schule zu gehen. Nach einiger Zeit merkte ich aber dann, dass ich noch viel lieber singe als schauspiele, und ich hatte ja sowieso schon immer, alles was ich mitgesungen habe – Musicalstücke oder Poptunes aus dem Radio – auf meine Art verändert, also damit improvisiert habe. Durch meinen damaligen Freund lernte ich den Jazz kennen und wußte direkt; Das ist es, was ich machen will! Dabei wurde mir auch klar, dass alle großen Jazzmusiker – Sänger wie Instrumentalisten –  das ganze Musicalrepertoire von Cole Porter, Gershwin, Kurt Weill und anderen, natürlich sowieso benutzen und trotzdem ihre ganz eigene Story erzählen; Das wollte ich auch! 

Mittlerweile bin ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen, wo ich eigentlich alles gerne singe, es ist dann nicht so wichtig, ob es Jazz, Pop oder auch Worldmusic ist – es muß mich berühren, textlich und musikalisch. Mein neues Album „SING!“ ist deswegen meine Verbeugung an eben diese großen Sängerinnen aus den verschiedensten musikalischen Bereichen –  Björk, Nina Simone, Joni Mitchell, Ella Fitzgerald und viele andere, deren Musik mich tief berührt und inspiriert, sie auf meine Weise umzusetzen. 

Die Zusammenarbeit mit der WDR Big Band und ihrem Chefdirigent und Arrangeur Michael Abene war mal wieder etwas ganz Besonderes! Es ist eine der besten Big Bands der Welt, mit einem der größten Arrangeure unserer Zeit – mehr kann man sich nicht wünschen! Aber als Michael mich dann fragte, ob ich etwas dagegen hätte, wenn auch noch das WDR-Rundfunkorchester bei der Produktion dabei wäre... mir fehlten die Worte vor Freude.“ - Fay Claassen

Wer Fay Claassen singen hört, fühlt direkt, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Sie hat die besondere Gabe den Zuhörer nicht nur zu berühren, sondern ihn vielmehr direkt ins Herz zu treffen. Durch ihr unvergleichliches Timbre, ihr kraftvolles Timing und ihr außergewöhnliches Improvisationstalent zählt Fay Claassen schon lange zu der Spitze der internationalen Jazz-Vocalisten. Auf ihren mittlerweile sechs eigenen CDs überzeugt sie mit immenser Repertoire-Bandbreite,  ob nun von Sting über Hermeto Pascoal, Jaques Brel zu The Great American Songbook oder vielen anderen Interpreten und ihre Werken. 

Aber auch auf den 15 CDs bei denen sie als Gastsolistin vertreten ist, stellt sie eindrucksvoll unter Beweis, wie sie Kompositionen die von Musikern wie Diederik Wissels, Ivan Paduart, Bert Joris und anderen speziell für sie geschrieben wurden, zum Leben erwecken und ihren eigenen und  ganz persönlichen Stempel aufdrücken und beim Zuhörer eine wohlige Gänsehaut erzeugen kann. 

 Die Liste der Musiker, mit denen sie seit Mitte der 90er zusammenarbeitet, liest sich wie ein “Who is Who “ des Jazz:  Toots Thielemans, Mike Stern, Paquito D’Rivera, The Metropole Orchestra, die mehrmals Grammy-ausgezeichnete WDR Big Band und viele andere mehr.

Nun, auf ihrem sechsten Album als Bandleader, schließt sich die wunderbare niederländische Jazzsängerin Fay Claassen mit der WDR Big Band und dem WDR Rundfunkorchester unter Leitung des gefeierten Arrangeurs Michael Abene zusammen, um mit vereinten Kräften einigen ihrer absoluten Lieblingssängerinnen Tribut zu zollen. Das Werk, das passenderweise den Titel SING! trägt, lässt uns eine Fay Claassen hören, die mit großer Leichtigkeit von Songs – die man mit Jazzdiven wie Betty Carter, Ella Fitzgerald, Dinah Washington, Anita O'Day und Abbey Lincoln assoziiert – zu Liedern wechselt, die von Bessie Smith, Joni Mitchell, Miriam Makeba, Nina Simone und Björk gesungen wurden. Und die WDR Big Band Köln, eine bemerkenswert flexible Einheit, die schon mit einer Vielfalt von Künstlern wie Maceo Parker, den Brecker Brothers, Joe Lovano, Abdullah Ibrahim, Patti Austin und Cécile Verny zusammengearbeitet hat, unterstreicht jede ihrer Bewegungen mit Kraft, Präzision und ungewöhnlichem Einfühlungsvermögen.

Zu jedem Zeitpunkt des gut gewählten Repertoires, singt Fay mit typisch makellosem Timing, glasklarer Diktion und enormem Flair, wobei sie beim Swingen und Scatten Ihre natürliche rhythmische Sicherheit und ihre vom Bop herrührende Kompetenz ausspielt, Eigenschaften, die sie als eine der besten Jazzsängerinnen Europas auszeichnen.

Claassen wurde in Nijmegen, Holland, im Jahre 1969 als Kind eines Künstlerpaares geboren, widmete sich zunächst dem Ballett und dem Theater, bevor sie ihre Aufmerksamkeit zum Jazzgesang verlagerte. Nach der High School studierte sie am Königlichen Konservatorium in Den Haag und war danach Sängerin bei verschiedenen niederländischen Jazzgruppen, einschließlich dem Amsterdam Jazz Quintet, Tony Overwaters V und auch beim belgischen Pianisten / Komponisten Ivan Paduart. Aus dem Jahr 1994 stammt ihre Debütaufnahme auf dem Album Simply Be der deutschen Saxophonistin Carolyn Breuer, veröffentlicht bei Challenge Records/Niederlande.

Mit With a Song in My Heart legte sie im Jahr 2000 ihr erstes Album vor und reiste im folgenden Jahr nach New York, um ihr zweites Album Rhythms & Rhymes aufzunehmen, unter Beteiligung solch illustrer Mitstreiter wie Gitarrist Mike Stern, dem Pianisten Kenny Werner und Joe Locke am Vibraphon. Auf ihrem drittem Album Specially Arranged for Fay, erschienen 2003, hört man sie zusammen mit der Big Band Millennium Jazz Orchestra. Es folgen 2006 das großartige Two Portraits of Chet Baker und im Jahr 2008 mit Red, Hot & Blue, ihre Sammlung gewagter Interpretationen von Cole Porter Klassikern, die von Abene für ein kleines Ensemble arrangiert wurde. Neben ihren eigenen CDs als Bandleader, ist sie Gast auf bis jetzt 15 CDs von verschiedenen Jazzkünstlern wie David Linx, Diederik Wissels, Ivan Paduart, Ilja Reijngoud und Paquito D'Rivera.

SING!, ihr neues und packendes Album, welches sie erneut mit Abene zusammenführt, ist der nächste Schritt in Claassens musikalischer Abenteuerreise. 

Label: http://challenge.nl/