Frau_Contra_Bass

Frau Contra Bass – Saal 3
(Klangraum/poolmusik)                           Veröffentlichung 21. August 2009   

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Konzerte  (werden ständig aktualisiert) 

06.09.       Düsseldorf (D) | Tonhalle
13.09.       Mainz (D) | Christuskirche
15.09.       Kassel (D) | Theaterstübchen
17.09.       Berlin (D) | Bflat
19.09.       Dahme (D) | Schlossruine
01.10.       Nürnberg (D) | Stimmenfang im Loft
02.10.       Wuppertal (D) | Bandfabrik
05.10.       
Mannheim (D) | Enjoy Jazz @ Café Prag                                          

Musikalischer Umbau bis auf die Grundmauern

Man könnte es auch Minimalismus nennen. Eine Stimme (weiblich) und ein Kontrabass (männlich) sind die einzigen Soundquellen für ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Ensemble: Frau Contra Bass - ein kompaktes Duo mit Wurzeln im Jazz interpretiert das Prinzip der jamaikanischen „version“ auf eigene Art. Es geht um Coversongs quer durch das weite Universum von Soul, Jazz und Pop. Wobei es gerade die Bearbeitung ist, die dabei zur eigenständigen Kunstform wird.

Seit 2003 reduzieren Katharina Debus und Hanns Höhn Popsongs auf ihre Essenz und lassen sie auf vielfältigen Club- oder Festival-Gastspielen neu entstehen. Ein musikalischer Umbau bis auf die Grundmauern. „Beide Instrumente sind hier im Grunde nackt, geben sich gegenseitig Schutz und finden darüber zu einer Freiheit, die zu jedem Zeitpunkt ein Wagnis darstellt“ schrieb im September 2007 das Fachmagazin Jazzpodium zum Erscheinen ihrer Debut-CD. Zwei Jahre und dutzende Gigs später ist die Zeit reif für eine zweite Platte. Und Frau Contra Bass beweisen mit „Saal 3“, dass ihr exzentrischer Blick auf die Kompositionen von Udo Lindenberg, Steve Miller oder Jamiroquai vielfältige Facetten hat.

Zwölf Songversionen sind entstanden, ohne dass sich Frau Contra Bass auf die übliche (sprich: konventionelle) Interpretation von tradierten Klassikern beschränken würden. Gehörte auf dem FCB-Debut noch Cole Porters „I´ve got you under my skin“ zum Reigen der Versionen, so sind es auf „Saal 3“ gerade die exaltierten Popgebilde von Elton John („Your Song“) oder Thomas Dolby („The Key to her Ferrari“), die für die besondere Spannung ihrer Genre-Reise sorgen. „Es geht nicht um vordergründige Aha-Effekte wie bei einem Wunschkonzert, sondern um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Songwriting jenseits des Jazz“, sagt Hanns Höhn. „Und dafür analysieren wir ein sehr breites Repertoire. Einfach nur Hits bearbeiten, wäre keine Herausforderung.“ Und Sängerin Katharina Debus ergänzt: „Auch von der stimmlichen Interpretation ist die Beschäftigung mit Pop durchaus reizvoll. Mit Frau Contra Bass bringen wir andere Seiten dieser Songs zum Funkeln.“

Ein Gefühl für kleine, feine Gesten beweisen Frau Contra Bass auch mit ihrem Albumtitel, der schlicht den Produktionsort benennt: „Saal 3“ heißt das Aufnahmestudio im legendären (und denkmalgeschützten) DDR- Funkhaus in der Berliner Nalepastraße. Hier sind zwei Individualisten zur Fortführung ihres erfolgreichen Projektes zusammen gekommen. Die vielbeschäftigte Sängerin Katharina Debus ist neben Frau Contra Bass auch Mitglied des preisgekrönten Vokalensembles „Stouxingers“ in Halle an der Saale. Aktuell arbeitet Sie am Hamburger Schauspielhaus, wo sie als Solistin in Horvarts „Glaube, Liebe, Hoffnung“ zu hören sein wird. Hanns Höhn wiederum hat sich als solider Begleiter und außergewöhnlicher Solist einen Namen gemacht. Er arbeitete mit vielen namhaften internationalen Künstlern und engagiert sich aktuell auch in den Formationen "Tango Transit" und "Sauerborn-Höhn-Sperrfechter".

Als Frau Contra Bass verstehen es Debus und Höhn meisterlich, sich die klangliche Eigenheit ihrer minimalistischen Besetzung zunutze zu machen und die ausgewählte Musik feinfühlig und doch voller Dynamik zu interpretieren.