Henning Sieverts

Henning Sieverts - Four Tenors

Nagel Heyer Records nh 2096 / Rough Trade                           Veröffentlichung: 25. März 2011

Presseinfo als PDF

 »Henning Sieverts ist der Jazzbassist der Stunde« befand DIE ZEIT anlässlich der Veröffentlichung seiner CD ›Henning Sieverts Symmetry: Blackbird‹ (Pirouet), für die er am  5. Mai 2010 einen ›Echo Jazz‹ verliehen bekam.

Für sein neuestes Projekt hat sich der kreative Bassist und Cellist ›Four Brothers‹ aus der Münchner Szene eingeladen: Till Martin, Jason Seizer, Hugo Siegmeth und Uli Wangenheim – alle vier herausragende Tenorsaxophonisten, die ihn normalerweise für ihre Bands als Bassisten buchen – ein Bläsersatz der Bandleader also, unterstützt von einer feinen Rhythmusgruppe mit Christian Elsässer (Klavier) und Bastian Jütte (Schlagzeug).

 

Diese Band ist eine doppelte Enttäuschung: Die vier Tenöre schmettern keine Opernarien und sie liefern sich auch keine schweißtreibenden und blutigen „Tenorbattles“, wie sie in den guten alten Zeiten des Jazz etwa von Coleman Hawkins, Ben Webster und Lester Young ausgefochten wurden.

 

Was bleibt also nach der doppelten Ent-Täuschung?

Ein kurzweiliges Hörvergnügen mit einem ganzen Holzbläser-Arsenal: Sopransaxophone, Flöten, Klarinetten, Bass-Klarinetten – und natürlich Tenorsaxophone. Dazu kommen Bass/Cello, Klavier und Schlagzeug. „Henning Sieverts & Four Tenors“ ist ein Septett, das die Farbenpracht eines Orchesters mit der Beweglichkeit einer kleinen Combo verbindet. 

 

Gespielt werden zehn kreative Kompositionen von Sieverts – prallgefüllt mit starken Melodien und originellen Ideen: da werden die archaischen 12 Takte eines Blues mit einer 12-Ton-Reihe verbunden („Twelve By Four“). Ein  lyrischer Bossa verknotet die Tanzbeine mit einem 5/4-6/4-Takt („Fivesix“). Eine zarte Meditation streichelt den Ton „G“ („Gentle G“). Eine kräftiger vierstimmiger Tenor-Kanon verbeugt sich vor dem großen Nelson Mandela („Rolihlahla“, der Geburtsname Mandelas). Eine traumverlorene Melodie („Nightflight“) ist Sieverts auf einem stimmungsvollen Nachtflug über Südamerika zugeflogen.

Beim archaisch anmutenden „Dark Brown Boogie“ treten die vier Bläser quasi „a capella“ auf. Und schließlich erfährt ein Klassiker von Duke Ellington („The Mooche“) eine Frischzellenkur.

 

Verblüffend ist, wie unterschiedlich die vier Tenorsaxophonisten klingen – man kann jeden einzelnen nach ein, zwei Tönen zweifelsfrei erkennen. Ein anregender musikalischer Ratespaß! Es gibt – wie gesagt - keine „Tenorbattle“ mit Siegern und Besiegten – Gewinner sind einzig die Hörer, die sich an gesunder „sportlicher“ Konkurrenz freuen können, die jeden einzelnen zu musikalischen Höhenflügen antreibt. Die vier Meister-Tenoristen machen auch an ihren zahlreichen Zweitinstrumenten (Sopransaxophon, Flöte, Klarinette, Bass-Klarinette) eine gute Figur, genauso Henning Sieverts am Cello. Dieser ungewöhnliche Klangfarbenreichtum macht dieses Album zu gehaltvoller und dennoch leicht verdaulicher Vollwertkost für Kopf und Bauch!   

 

Live feierte dieses Septet bereits große Erfolge: zunächst anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Jazzclubs ›Unterfahrt‹ im April 2008, dann beim ›Alpenjazz-Festival‹ in Feldafing im September 2008 und schließlich im Rahmen einer ›Munich Summer Week‹ im August 2009 wieder im Jazzclub ›Unterfahrt‹. Im Anschluss an diese Woche ging ›Henning Sieverts Four Tenors‹ gut gelaunt und bestens eingespielt ins Studio. Das Ergebnis: voilà!

"Ein Bassist mit Profil." Rolling Stone

 

"Virtuose mit Erfindergeist und unüberhörbarer Spiellust!" Abendzeitung

 

"Phänomenale Eigenkompositionen: ob wild und ausgelassen, schwebend atmosphärisch oder einfach wunderbar herzergreifend, ohne die geringste Spur von Banalität oder Kitsch." Süddeutsche Zeitung

 

"Henning Sieverts überzeugt mit zuverlässigem Drive und plastischem Ton." Jazz Podium

 

Henning Sieverts - bass, cello

Till Martin - tenor-sax, soprano-sax, clarinet, bass-clarinet

Jason Seizer - tenor-sax, flute

Hugo Siegmeth - tenor-sax, soprano-sax, clarinet, bass-clarinet

Ulrich Wangenheim - tenor-sax, soprano-sax, flute, clarinet, bass-clarinet

Christian Elsässer - piano, keyboards

Bastian Jütte - drums

 

All compositions by Henning Sieverts except 09 by Duke Ellington.

Recorded August 2009 and mixed March 2010 at Realistic Sound, München.


www.henningsieverts.de