KAHIBA

KAHIBA - GLOBAL DIALECTS

(INTUITION / SCHOTT MUSIC & MEDIA INT 3429 2)  Veröffentlichung: 30.10.2009

Heinrich von Kalnein – Saxophones / Flutes
Gregor Hilbe – Drums / Loops & Samples
Christian Bakanic – Accordion / Fender Rhodes / Piano

Ein echter Glücksfall - virtuose Mischung aus Jazz, Musica Brasileira, Zydeco, Elektronik und ‚Folklore Imaginaire’

Videostreamlink  'Rejoyce'

Videostreamlink 'PRISM'

Mit Heinrich von Kalnein, Gregor Hilbe und Christian Bakanic treffen drei Musiker unterschiedlichster Generation und Herkunft aufeinander; alle gleichermaßen autark wie erfahren, mit viel Gefühl und grossem instrumentaltechnischen Können ausgestattet.

Wie kam es dazu, wieso diese ungewöhnliche Besetzung?
Kalnein erzählt: "Zum einen reizte mich die Idee, nach einigen Jahren intensivster Arbeit mit der Jazz Bigband Graz wieder in einem kammermusikalischen Rahmen zu musizieren. Ich wollte einfach wieder mehr Platz für meine eigenen Ideen auf der Bühne haben. Zum anderen wusste ich, daß ich mit einer ungewöhnlichen Besetzung eine brauchbare Vorlage für einen eigenständigen Bandsound hatte."

Und das gelingt ihm bei KAHIBA auch auf beeindruckende Weise: mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic holte er sich einen der interessantesten jungen Talente der österreichischen Szene in die Band. Daß Bakanic sich während der Produktion auch noch als herausragender Pianist entpuppt, erweist sich als Glücksfall. "Durch seine Arbeit mit der jungen österreichischen Band 'Beefolk' kannte ich Christian schon als virtuosen Akkordeonisten. Bei unserer ersten Probe zu zweit fiel mir der Unterkiefer runter, als Christian sich an den Flügel setzte", lacht Kalnein.  "Und als er mir dann auch noch seine Dienste an der Perkussion anbot, musste ich leider abwinken, da ich den Sound von Gregor Hilbe ja schon im Kopf hatte. Gregor kenne ich schon seit Ewigkeiten; nicht zuletzt durch unser letztes gemeinsames Album mit JBBG 'Electric Poetry & Lo-Fi Cookies' wusste ich, wohin ich mit ihm zusammen hin möchte!".

Das Ergebnis der monatelangen Kompositions- und Probenarbeit kann sich hören lassen: mit 'Global Dialects' gelingt KAHIBA überzeugend der Spagat zwischen emotionaler Zugänglichkeit, musikalischer Virtuosität  und  kompositorischer Raffinesse.

Wieso ohne Bass?
Kalnein erklärt: "Ich bin die Bass-Lastigkeit unserer Zeit leid! Wenn jedes zweite Auto an der Strassenecke zur fahrbaren Bassdrum mutiert, ist es Zeit, einen neuen Sound zu finden, oder? Zudem verbietet dieser leichte, beinahe kammermusikalische Ensembleklang jeden Ansatz von virtuosem Forcieren von Haus aus; das gefiel mir!" ‚Bailando’ und ‚Early Morning Tea’ sind gute Beispiele für diese spielerische Leichtigkeit.

Darüber hinaus entwickeln die Drei unter intelligenter Verwendung der Live-Elektronik neue kompositorische Lösungsansätze, wie die Loop-basierten Stücke ‚Horizonte’, ‚Fellini’ oder auch ‚Lazy’ beweisen. Gregor erzählt: "Ich mache das ja schon viele Jahre!

Während meiner Zeit in Paris und London habe ich mich trotz Naserümpfens der Jazzfraktion eigentlich mehr in den Electro-Tempeln als in den Jazzclubs aufgehalten. Wenn ich beides live verbinde, schwitze ich manchmal immer noch Blut und Wasser", lacht er.

Wenn man dann diese einzigartig virtuose Mischung von KAHIBA aus Jazz, Musica Brasileira, Zydeco, Elektronik und ‚Folklore Imaginaire’ hört, hat sich die Frage nach dem Bass eigentlich längst selbst beantwortet.

Die Drei
Der deutsche, seit über 25 Jahren in Österreich beheimatete Saxofonist und Flötist Heinrich von Kalnein ist schon seit vielen Jahren als Solist und Bandleader international präsent. In den 1990ern reüssierte er europaweit mit seiner Group (u.a. mit Gitarrist Nguyén Lé) sowie dem Indo-Jazz Worldmusic Projekt ‚Free Winds’. Es folgten Konzerttourneen nach Russland, den USA, Mexiko, Brasilien, Indien und Sri Lanka. 2008 sorgte er zusammen mit seiner JBBG – jazz bigband graz und ihrem  aktuellen Album ‚Electric Poetry’ (Intuition) europaweit für Furore. Von ihm kommt der überwiegende Anteil der Kompositionen.

Der Schweizer Drummer und Sounddesigner Gregor Hilbe war - ebenso wie Kalnein -Mitglied des Vienna Art Orchestra und arbeitete für viele Jahre in der Elektronik Szene in Paris und London. Zusammen mit dem amerikanischen Bassisten John Silverman und dem österreichischen Holzbläser Gerald Preinfalk leitete er das Trio 'République Électrique'. Er tourt weltweit mit Singer / Songwriter Juana Molina, seinem eigenen Projekt 'BOWW' sowie den Ensembles ‚Tangocrash’, Kaspar Ewalds ‚Exorbitantem Kabinett’ und der ‚JBBG - jazz bigband graz’.

Newcomer Christian Bakanic hat sich als Mitglied der österreichischen Gruppen ‚Beefolk’ und ‚Folksmilch’ sehr schnell einen Namen gemacht und hat, neben seiner Liebe zu Jazz und der Musik des Balkans auch ein ausgeprägtes Faible für den argentinischen Tango. Rasant, virtuos und darüber hinaus ein hervorragender Komponist.

Im Sanskrit bedeutet Kahiba „we shall speak“; und das tun auch Kalnein, Hilbe und Bakanic in KAHIBA – mit ihrer ureigenen Musik - dem globalen Dialekt, der in allen Kulturen verstanden wird.

 Konzerte ab März 2010 (Termine werden ständig aktualisiert) www.kahibamusic.com