Lyambiko Something Like Reality

LYAMBIKO -  Something Like Reality    

 

SONYMUSIC  88697637092                             Im Handel ab: 04.06.2010


Lyambiko sorgt wieder für frischen Wind in der Szene und setzt neue Standards

„Für mich war es wichtig, dass das Album groovt, nicht zu abgefahren ist, ein bisschen in Richtung Soul und Pop geht und einige Balladen hat”, erzählt LYAMBIKO. „Die Musik spricht für sich. Sie ist weder gefällig, noch smooth, sie hat ihre Ecken und Kanten - so wie ich.”

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Konzerte:
 
22.07.10        München, Brunnenhof/Residenz
17.09.10        Dresden, Jazztage
18.09.10        Berlin, Postbahnhof
20.09.10        Münster, Hot Jazz Club
21.09.10        Oldenburg, Kulturetage
22.09.10        Kiel, Kulturforum
23.09.10        Hamburg, Stage Club
24.09.10        Worpswede, Musichall   Support: RUSCONI
25.09.10        Osnabrück, Lagerhalle   Support: RUSCONI
26.09.10        Düsseldorf, Savoy          Support: RUSCONI
28.09.10        Bonn, Harmonie             Support: RUSCONI
29.09.10        Mainz, Frankfurter Hof
30.09.10        Trier, Varieté Chat Noir
01.10.10        Stuttgart, Bix
02.10.10        Pforzheim, Kulturhaus Osterfeld
06.10.10        Kaiserslautern, Kammgarn
07.10.10        Freiburg, Jazzhaus
09.10.10        Brig (CH), Kellertheater
10.10.10        Luzern (CH), Casino Bar
11.10.10        Illingen, Kulturzentrum Illipse
 

Mit ”Something Like Reality” präsentieren LYAMBIKO und ihre Formation Eigenkompositionen und außergewöhnliche Interpretationen. Das siebte Album der Sängerin erscheint rechtzeitig zu ihrem zehnjährigen Bühnenjubiläum und bietet 13 Songs, die sie mit ihrer Band erstmals nicht live im Vorfeld, sondern „heimlich im stillen Kämmerlein” getestet hat.

Neben Titeln aus der Feder der Mitmusiker Marque Lowenthal (Piano), Robin Draganic (Bass) und Heinrich Koebberling (Schlagzeug) sowie einem Song von Finn Wiesner, einem mit der Band befreundeten Saxophonisten, finden sich beseelte Versionen von Earl Brent und Matt Dennis' legendärem ”Angel Eyes”, Nat Adderleys Old School Swing-Klassiker “Work Song”, Tracy Chapmans sozialkritischem Folk Song ”Crossroads” und Chris Cornells (Soundgarden) psychedelischem Grunge-Hit “Black Hole Sun”.  

Warum das Jazz-Gespann trotz des eigenen, hochwertigen Materials überhaupt noch covert, erklärt die in Thüringen geborene Sängerin mit den tansanischen Wurzeln kurz und bündig: „Wir wählen nur Songs, von denen wir denken, dass sie sich in den LYAMBIKO-Klang einfügen lassen. Und natürlich um aufzuzeigen, was uns musikalisch beeinflusst.”

Dennoch geht es LYAMBIKO nicht darum, musikalischen Vorbildern nachzueifern: „Bei der Songauswahl kam es vor allem darauf an, mir selbst nahe zu sein. Daher sind auf dem Album ausschließlich Songs, mit denen ich mich besonders gut identifizieren kann und die mir besonders viel Spaß machen.” So nahm die Band z.B. die Herausforderung an, Stücke neu zu arrangieren, die Drummer Heinrich Koebberling und seine Frau Fumi Udo ursprünglich für das Genre Electro geschrieben hatten.

“Something Like Reality” ist der Versuch, die Realität in all ihren Facetten zu greifen, und die Schnittmengen, die beim Aufeinandertreffen der Menschen entstehen, musikalisch umzusetzen. Auch LYAMBIKO profitiert von solchen Begegnungen:

„Dieses Album ist auch deswegen so besonders, weil wir mit Bläserarrangements gearbeitet haben. Ich war noch nie mit so vielen Leuten zusammen im Studio”, erinnert sich die Ausnahmekünstlerin. „Das war eine tolle Erfahrung. Und heikel dazu. Denn ich wollte keinesfalls den LYAMBIKO-Sound dafür opfern.” Fette Bigbandklänge wären ihrer Meinung nach “zu affektiert” gewesen, es brauchte „sparsamere, unkonventionellere Arrangements”. Dafür fanden die Berliner in Marc Muellbauer den perfekten Kompagnon.

Nur einmal klingt das Bigbandfieber kurz an - direkt zu Beginn: “Don’t Stand By Me“ geht in Richtung Swing Shuffle und ist laut LYAMBIKO bewusst als Opener gesetzt: „Der Song schlägt eine Brücke von unseren Wurzeln zu unserem neuen Sound.“

Das unbeirrbar im Stop-and-go-Stil schlurfende ”Taxi“ hat Koebberling geschrieben, als er noch in New York lebte. „Ich fand den Song von Anfang an phantastisch“, berichtet LYAMBIKO. „Bereits wenn ich durch die erste Strophe gehe, finde ich ein kleines Stück von mir selbst darin wieder.“

Bei ”Clothoid“ geht es „um die spiralförmigen Bewegungen des Lebens“, erklärt die sympathische Sängerin. „Im Hier und Heute siehst Du nicht, was das Leben für Dich bereithält – auch wenn es so wirkt, als würde Dich Dein Weg geradeaus führen.“

Der ”Work Song“ ist eingefleischten Fans noch vom ersten LYAMBIKO-Album ”Out of this mood“ (2002) bekannt. Doch nach acht Jahren fand es die Künstlerin an der Zeit, anstelle der sehr traditionellen Fassung ein neues, vorwitziges und spannenderes Arrangement zu bieten.

“'Angel Eyes' gilt fast als 'Must' im Repertoire eines Sängers”, sagt LYAMBIKO. „Eigentlich haben wir die Prämisse, solche Songs eher auszulassen. Auf den Rat einer Freundin hin habe ich mich trotzdem daran versucht. Und was soll ich sagen: Es hat einfach Spaß gemacht!” Mit “Lies” habe sie dafür anfangs Schwierigkeiten gehabt, doch „im Studio kam mir eine Idee nach der anderen.” Nun geht der Song zielsicher in Ohr und Fuß.

Auch das apokalyptische “Black Hole Sun” hat es der Musikerin sehr angetan: „Im Original wirkt die Musik beinahe positiv, während der Text uns den Abgrund vor Augen führt.” Gerade dieser Widerspruch mache den besonderen Reiz aus.

“Storm In A Teacup” wollte sich LYAMBIKO unbedingt zu Eigen machen. „Es hat sehr lange gedauert, bis ich mit allem zufrieden war, aber es hat sich gelohnt.” Tatsächlich besticht der Track dank des sehr emotionalen Gesangs und musikalischen Feingefühls.

Dass das Quartett durchaus kritische Töne anschlagen kann, beweist “Breaking News” - ein starker Song, den LYAMBIKO auf ein Level mit “Automated World” des Albums “Inner Sense” hebt.

In “Crossroads” schwingt dagegen eine sentimentale Note mit. Nach dem zufälligen Wiedersehen einer befreundeten Musikerin aus Jugendtagen hatte die Sängerin das „dringende Bedürfnis, Tracy Chapman und speziell diesen Song zu interpretieren.”

“So Very Long” hebt sich von den anderen Stücken deutlich ab. Es ist das jazzigste Stück auf der Platte. “Mind Over Matter” erhielt die Band erst knapp zwei Wochen vor ihrem Studioaufenthalt von Finn Wiesner. Das stellte sich jedoch als Vorteil heraus: „Wir mussten uns in der kurzen Zeit intensiv mit dem Song auseinandersetzen. Außerdem war es für mich sehr wichtig, dass Finn das Solo spielt. Es ist mir eine große Ehre, dass er erstmalig auf einem unserer Alben zu hören ist.”

Seinen positiven Abschluss findet das Album im quirligen “Chasing Dragonflies”. Sein Text beschwört mit ausdrucksstarken Bildern fast vergessene Kindheitserinnerungen herauf und liefert laut LYAMBIKO „den perfekten Schlusssatz”: “But I'll try anyway.”