Mayra Andrade 'Studio 105'

MAYRA ANDRADE – Studio 105

RCA VICTOR 88697784602 / Sony Music

Veröffentlichung: 26. November 2010

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Die kapverdische Sängerin Mayra Andrade mit ihrem ersten Live-Album

 

Mit ihren erst 25 Jahren ist Mayra Andrade längst ein Star in der Weltmusik-Szene. Und selbst die legendäre kapverdische Sängerin Cesaria Evora gehört zu ihren größten Fans. Sie hatte Mayra Andrade 2002 die Chance geboten, in ihrem Vorprogramm in Frankreich aufzutreten.

 Von da an ging es für Andrade stetig bergauf. Charles Aznavour lud sie zu gemeinsamen Studio-Sessions ein. Nach Auftritten mit Joe Zawinul und Angelique Kidjo veröffentlichte Mayra Andrade 2006 ihr Debütalbum „Navega“, das prompt mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Nach ihrem zweiten Studioalbum „Stória, stória…“ (2009) legt Andrade nun ihr erstes Live-Album als CD und DVD vor.

 Aufgenommen wurde es im September 2010 im Pariser „Studio 105“. Und an ihrer Seite hatte die charismatische Sängerin mit der warmen, satinweichen Stimme ein rein akustisches Trio - mit Munir Hossn (Gitarre), Zé Luis Nascimento (Percussion) und Rafael Paseiro (Kontrabass). „Nachdem ich ausgiebig mit einer großen Band auf Tour war, wollte ich mein Repertoire mal in einem intimeren, ja nüchternen Rahmen vorstellen.“, so Andrade. So singt sie auf „Studio 105” (RCA Victor / Sony Music) zahlreiche Höhepunkte ihrer beiden CDs, mit denen sie den Rhythmus und das Lebensgefühl ihrer Heimat eingefangen hatte.

Doch da Mayra Andrade sich nicht als eine „explizit kapverdische Sängerin“ sieht, streut sie nun auch live immer wieder Klangfarben und Rhythmen aus dem Jazz, aus Brasilien und dem portugiesischem Fado ein. Und selbst in drei Coverversionen stellt Mayra Andrade ihre Vielseitigkeit unter Beweis. So ist neben dem 80er-Jahre-Hit „Kenha ki ben ki ta bai” der kapverdischen Band Finaçon „La Javanaise“ von Serge Gainsbourg sowie die Ballade „Michelle“ von den Beatles zu hören. „Ich musste diese Songs einfach singen.“, so Mayra Andrade. „Denn obwohl ich sie schon unzählige Male gehört habe, faszinieren sie mich bis zum heutigen Tag.“

 Genau das hört man ihren Neuarrangements auch an. Ob in „La Javanaise“, das in seinen Beats an die marokkanische Gnawa-Musik erinnert. Und wenn Andrade jetzt „Michelle“ sogar mit einem leichten Reggae-Groove unterlegt, versteht man endgültig, warum sie sich zu Recht als eine musikalische Weltenbummlerin versteht.