Portico Quartet

Portico Quartet - Isla
Real World Records: CDRW174/ Indigo                
Veröffentlichung: 12. Februar 2010

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Der Siegeszug des Portico Quartet dauert an. Hier die aktuellen Tourdaten für Deutschland / A /CH

Portico Quartet

08.09.2010 Potsdam Potsdamer Jazzfestival
09.09.2010 Berlin Popkomm/Jazzkomm
17.09.2010 Braunschweig Kultur im Zelt
02.11.2010 München Ampere
03.11.2010 A-Innsbruck Treibhaus
04.11.2010 Freiburg Waldsee
05.11.2010 Elmau Schloß Elmau
06.11.2010 CH-Zürich Moods
16.11.2010 Erlangen E-Werk
18.11.2010 Darmstadt Centralstation
28.11.2010 Dortmund Jazztage
www.f-cat.de/artist-at-a-glance.html wird ständig aktualisiert  

Frischer Wind aus London. Das Portico Quartet besteht aus vier jungen Musikern aus Londons Osten, deren Sound nichts ähnelt, was man jemals zuvor gehört hat.      

"Isla zehrt von Steve Reichs Mathematik, Radioheads Scheu, trockenen Grooves afrikanischer Wüsten und ECMs nordischer Melancholie, um in eine neue, von Glocken wiederhallende Klangwelt zu reisen, die sowohl exotisch als auch hypnotisch ist" **** Sterne MOJO

"echt innovativ…es gibt keine Band, die im Entferntesten so klingt wie sie“ **** Sterne Observer Music Monthly

"Es ist eine Freude, zuzuhören, so voller Tiefe und Details", Word Magazine

 

Als eine Band aus Freunden haben sie einen kollektiven Sound hervorgebracht, der vielfache musikalische Erinnerungen hervorruft, und doch wahrhaftig neu bleibt. Sie sind Anfang 20, wohnen zusammen und verstehen sich selbst als Indie-Band, die eher Post-Jazz als traditionellen Jazz spielt: Jack Wyllie (Saxophon und Elektronik), Milo Fitzpatrick (Kontrabass), Nick Mulvey (Hang – ein melodisches Schlag-Instrument - und Percussion) und Duncan Bellamy (Schlagzeug). Es ist die einzigartige Mischung aus Loops, ätherischem Saxophon, überirdischem Hang, ratterndem Schlagzeug und erdigem Kontrabass, die ihrer Musik einen unnachahmlichen, schönen Klang verleiht.

Es war Duncan Bellamys Gelegenheitskauf des Hangs auf einem Musik-Festival, der die jungen Freunde dazu bewegte, eine Band zu gründen. Während ihre überwiegend intuitiv gespielte Musik Referenzen zu Jazz- und afrikanischer Musik aufweist, sind es die vom Hang inspirierten, sich trancemäßig wiederholenden Motive, die die Band in fremde Gefilde treiben: Sie beschwören den Geist von Philip Glass und Steve Reich genauso herauf wie den von Radiohead oder den einzigartigen skandinavischen Jazzklang von EST.

Sein Markenzeichen – den einzigartig atmosphärischen und von eingängigen Melodien geprägten Post-Jazz – hat das Portico Quartet feingeschliffen, indem es europaweit auf Straßen und in ungewöhnlichen Räumen musizierte: z.B. in Kirchen, Galerien und Chillout-Bereichen. Mit seiner hynpnotischen Performance hat es das Portico Quartet innerhalb weniger Jahre von der Straßenmusik im Londoner Bezirk South Bank zu einer Nominierung beim Mercury Music Prize (dem Gegenstück zu den BRIT Awards) und zur Aufnahme eines Albums im Abbey Road Studio 2 mit John Leckie, dem Produzenten und Förderer junger Bands (Stone Roses, Radiohead, Muse etc.), gebracht.

Isla wurde live und größtenteils an der Abbey Road aufgenommen, ein Stück hat die Band in ihrem Haus eingespielt. Die Aufnahmen hat das Team nur minimal überarbeitet. Abgesehen von einem Streichquartett, das Arrangements des Bassisten Milo Fitzpatrick umsetzte, hat das Quartett jedes weitere Instrument selbst bedient. Jeder der neun so entstandenen Tracks ist fest innerhalb dieser einzigartigen Klangwelt verankert und besitzt doch eine eigene ausgeprägte Stimmung und Atmosphäre.

Vom peitschenden Wirbel des “Clipper” über die gestampften Pedale der “Dawn Patrol”  hin zu den zerbrechlichen Ostinatos (sich stetig wiederholende musikalische Figuren) bei “Line” und der hymnischen Gesamtheit des Titeltracks ist Isla ein Album, das bei jedem Hördurchgang neue Nuancen und Facetten offenbart.

Einige Veteranen der Musikindustrie äußern manchmal die Befürchtung, dass die neuen Zuhörer und Interpreten das Interesse an der Musik selbst verlieren, dass sich die Musik in jeder Hinsicht entmaterialisiert, während andere Modeerscheinungen in den Vordergrund treten. Das Portico Quartet widerlegt solche Ängste. Wie ihre Fans und Anhänger sind auch sie wie selbstverständlich mit einer gobalen Jukebox an Sounds aufgewachsen, die jedem Menschen mit Neugier und einer Internetverbindung zur Verfügung steht. Was sie spielen, kann nicht einfach nur als World, Jazz, Pop, Rock, Roots oder zeitgenössische klassische Musik abgestempelt werden; das Quartett zieht seine Stärke und Inspiration aus all diesen Genres. Die Jungs verstehen die Macht der Performance und das Potential der Musik, durch ihre Grundelemente zu kommunizieren: Rhythmus, Harmonie, Melodie und Timbre. Und als eine Band aus Freunden haben sie einen kollektiven Sound hervorgebracht, der vielfache musikalische Erinnerungen hervorruft, und doch wahrhaftig neu bleibt; ein Sound, der eine warme, neue Note erklingen lässt, die sogar noch lange mitschwingt, nachdem der letzte Track geendet hat.

Weitere Pressestimmen aus UK zu Isla:

"Melodische Zugänglichkeit und cineastischer Spielraum, Fans von Radiohead werden genauso  stark angesprochen wie die von Ronnie Scott" **** stars Q

"So cool, dass es schon schmerzt…, ein packender Sound, der noch lange in Deinem Kopf hallt, nachdem sie aufgehört haben, zu spielen", The Sun

"Eine aufregend weitreichende Sammlung, durch die sich als Markenzeichen der hypnotische Klang des einer Fliegende Untertasse ähnelnden 'Hangs' zieht." Metro

"Eindringliche, hypnotische Klangkulisse" ****stars Record Collector

"Als wenn Acoustic Ladyland in einer Chillout-Zone spielte.. atmosphärisch dicht" **** stars Jazzwise

"Es gibt nichts Vergleichbares zu ihrem auf Grooves aufbauenden, atmosphärischen Jazz … Nicht so sehr Weltmusik als fremdartige Musik" Jazz Journal

http://www.myspace.com/porticoquartet      

 http://porticoquartet.com/      

 

Biografie

Das Portico-Quartett besteht aus einem Haufen Jungs Anfang 20, der instrumentale Musik spielt. Vor vier Jahren taten sie sich aus zwei Gruppen alter Schulfreunde zusammen. Sie teilen sich ein Haus im Osten Londons, nehmen Songs auf und spielen in Clubs und auf Festivals. Was sie von Dutzenden anderer hoffnungsfroher Einwohner des Stadtteils Hackney unterscheidet, ist die Art wie sie klingen – wie eine frische, klischeefreie Neu-Entstehung und Neu-Erfindung von Musik, die zugleich angenehm vertraut und aufregend neu ist. Wie Weltmusik aus der Zukunft. Mit größtenteils akkustischen Mitteln – Schlagzeug, Bass und Blasinstrumenten - haben sie ihrer Gruppe eine Handschrift verpasst, die man sofort wiedererkennt. Einen wesentlichen Beitrag leistet zudem der Einsatz des Hangs (Berner Dialekt für „Hand“) - ein Instrument, das die Jungs aus einem Impuls heraus auf einem Musikfestival gekauft haben. Dank des melodischen Schlag-Instruments erschaffen sie einen Sound, der augenblicklich anzieht, jedoch  kompromisslos individuell ist. Dies gepaart mit der fröhlichen Eloquenz ihrer Auftritte hat das Portico-Quartett in nur kurzer Zeit weit vorwärts gebracht.

Die Band besteht aus Duncan Bellamy (Schlagzeug), Milo Fitzpatrick (Kontrabass), Nick Mulvey (Hang und Percussion) und Jack Wyllie (Sopran- und Tenor-Saxophon, Elektronik). Als sie 2005 ganz bodenständig mit Straßenmusik im Bezirk South Bank an Londons Themse begannen, verbreitete sich ihr Ruf schnell. Es folgten erste bezahlte Gigs, u.a. einer beim “Odd Festival”, und die Aufnahme einer 5-Track-CD, die sie bei ihren Auftritten verkauften. 2007 unterschrieben sie einen Platten-Deal, um eine CD in voller Länge aufzunehmen: “Knee Deep In The North Sea” (Babel/Vortex). Das war der Wendepunkt: Das Album zog die Aufmerksamkeit von DJs, Bloggern und Kritikern aller Coleur auf sich und wurde 2008 für den Mercury Music Prize nominiert. Und das in derselben Kategorie wie Rachel Unthank, The Last Shadow Puppets, Radiohead und Elbow – eine Win-Win-Situation für echte Newcomer wie Unthank und das Portico Quartet.

Jetzt hat die Band ein weiteres Album am Start: Isla (Real World Records) ist eine nachdenkliche und sehr melodische Sammlung von neun Stücken, die Produzent John Leckie an der Abbey Road no. 2 aufnahm - ein Studio-Raum, der Dank Größen wie George Martin, The Beatles, Kate Bush uvm. legendär ist.

Leckies Aufnahmen gelten als Katalysator für aufstrebende Talente: Berühmte Beispiele sind Stone Roses, Doves, XTC und Radiohead. Sie ebneten aber auch den Weg für Weltmusik-Stars wie Rodrigo & Gabriela und Papa Wemba genauso wie für das “Systems Music”-Orchester Lost Jockey, das Man Jumping, ZTT’s Andrew Poppy, Orlando Gough und Soundtrack-Oberboss John Lunn hervorbrachte.

Die Geschichte des Portico Quartetts beginnt 2004: Bellamy und Mulvey, die sich in der Oberstufe der Universität in Cambridge kennenlernten, besuchten das Weltmusik-Festival WOMAD bei Rivermead in Reading. An einem Musik-Stand stießen sie zum ersten Mal auf das „Hang“. Bellamy kaufte eines der letzten vier vorrätigen Exemplare: „Es war mein Geburtstag, ich hatte etwas Geld auf dem Konto und lieh den Rest von Freunden“, lacht er, „der Grund: warum auch nicht?“ Ein paar Tage später bestellte auch Mulvey ein Exemplar, das einen passenden Klang hatte, und begann, mit Bellamy zu experimentieren.

Felix Rohner und Sabina Schaerer von PANArt aus Bern in der Schweiz haben das “Hang” entwickelt und im Jahr 2000 erstmals gebaut. Das Hang ist ein gestimmtes Metall-Percussion-Instrument, das aussieht wie zwei zusammengeschweißte Woks mit einzelnen Vertiefungen. Der Klang erinnert an die Mbira (auch: Daumenklavier) und die Steel Pan (bzw. Steel Drum). Das Hang verfügt jedoch über eine Melodie- und Klangfülle, die auf die Vielfalt möglicher Obertöne zurückzuführen ist.

Bis sie das Portico Quartett im Frühling 2005 gründeten, bemerkten Bellamy und Mulvey nicht, wie wichtig das Instrument für sie sein würde. “Seine Beschränkungen waren auf eine paradoxe Weise wirklich befreiend”, sagt Mulvey. “Sie haben mich dazu gebracht, hinsichtlich der Musik Entscheidungen zu treffen. Ich denke, dass es mich zu einem besseren Musiker mit einem "weniger ist mehr"-Anspruch gemacht hat -  weniger zu tun und mehr zu hören.”

Bassist Fitzpatrick, der Saxophonist Wyllie bereits seit der Vorschule kennt, vermisst die Freiheiten, die ein eher chromatisches Instrument der Gruppe vielleicht bringen könnte, nicht. „Die Beschränkungen des Hangs sind doch nur dieselben, die ein Musiker in sich selbst trägt,' sinniert er. „Selbst wenn man ein Klavier mit all den Tasten und Tönen vor sich hätte, würde es keinen Unterschied machen; es kommt nur darauf an, wie man sein Inneres auszudrücken vermag.“

So haben sich die “Einschränkungen”, welche mit der ungewöhnlichen Besetzung des Portico Quartetts einhergehen, als Tor herausgestellt: Zu einer Welt musikalischer Möglichkeiten, so zu klingen wie niemand anderes, wie Weltmusik von einem anderen Stern. Und doch ist da nichts Außerirdisches an ihrer Musik: Die vier Hauptstimmen - Saxophon, Bass, Schlagzeug und Hang – kommunizieren mit der Intensität eines Streichquartetts, der Ungezwungenheit einer Jamsession und der jungen Fröhlichkeit einer Popgruppe.

Das Portico-Quartett scheint mühelos an allen allen potenziellen Hindernissen vorbeigeglitten zu sein, die die heutige Musik-Kultur für eine instrumentale Band bereithält, die akkustische Musik mit ungewöhnlichen Instrumenten spielt: Sie haben Glück, aber sie selbst sind auch dessen Schmied gewesen. Ich hörte das erste Mal von ihnen per Mundpropaganda und über ihren YouTube-Clip zu “Still Life With Flowers” - einer Animation von Leo Bridle (ein Southampton-Schulfreund von Wyllie), in der er ihre Musik klug einsetzt.

Als ich sie das erste Mal auftreten sah – 2007 während des Wiedereröffnungs-Wochenendes des Southbank Zentrums – führte ihre freie, aus dem Stehgreif gehaltene Darbietung innerhalb von Sekunden zu richtigen Ansammlungen bunt zusammengewürfelter Publikumsgruppen. Leute jeden Alters und Typs lächelten vergnügt und anerkennend bei einer Musik, die sie vorher nie gehört hatten. Es ist kein “easy listening“, aber ein freundlicher Sound - aus Gründen, die sowohl musikalisch wie gesellschaftlich sind. Wie Mulvey sagt: „Der volle Klang des Hangs umarmt wirklich alles drumherum.’

Welche Wurzeln hat ihre Musik? Wenn man die Jungs nach bedeutenden musikalischen Erfahrungen fragt, sprudeln die Namen nur so: von Queen und Miles Davis über EST und Philip Glass zu Toumani Diabaté, außerdem noch einige mehr aus Afrika, Asien und der Karibik. Und alle vier nennen Steve Reichs “Music For 18 Musicians”, das noch vor ihrer Geburt entstanden ist, als prägendes Album: “Meine Mutter schenkte es mir zu meinem 15. Geburtstag,” erinnert sich Mulvey, “und es war so – phwoo – Technicolor!’

Allesamt sind sie im Jazz, der klassischen und populären Musik geschult. Wyllie und Mulvey studierten die Mbira und Balinesische Gamelan an der SOAS (School of African and Oriental Studies), wo sie 2004 aufeinandertrafen. Am Wichtigsten: die Mitglieder des Portico Quartetts lernten ihre Musik voneinander und wuchsen als Band unabhängig auf; so gingen sie diskret auf Distanz zu der absonderlichen Jagd nach Förderprogrammen für zeitgenössische Klassik, den von knappen Kassen geplagten Lehrstühlen der Jazzszene und dem wetteifernden Konkurrenzkampf unter Indies.

Isla, das neue Album, ist ein weiterer Schritt nach vorne. Produzent Leckie hat Klarheit in ihre Arrangements gebracht, während die Musiker das Studio geschickt genutzt haben, um ihren Sound mit Loop-Pedalen, Echtzeit-Elektronik und Overdubs zu formen und aufzuwerten. Und doch: 70 Prozent des Albums wurden live an der Abbey Road eingespielt, was bedeutet: Das ist eine Band, die live das hält, was sie auf ihren Aufnahmen verspricht – und umgekehrt. Ihre gemeinsamen Kompositionen beschwören ein Universum musikalischer Möglichkeiten und Einflüsse herauf. “Am Ende kommt die Summe all unserer Anteile - und von allem, was wir je gehört haben - heraus”, sagt Wyllie. Und doch gibt es bis jetzt niemanden aus Jazz, Welt- oder zeitgenössischer Musik, der so klingt wie das Portico Quartett. Jeder der neun entstandenen Tracks ist innerhalb dieser einzigartigen Klangwelt fest verankert und besitzt doch eine eigene ausgeprägte Stimmung und Atmosphäre.

Vom peitschenden Wirbel des “Clipper” zu den gestampften Pedalen der “Dawn Patrol”; von den zerbrechlichen Ostinatos (sich stetig wiederholende musikalische Figuren) bei “Line” zur hymnischen Gesamtheit des Titeltracks ist Isla ein Album, das bei jedem Hördurchgang neue Nuancen und Facetten offenbart.

Einige Veteranen der Musikindustrie äußern manchmal die Befürchtung, dass die neuen Zuhörer und Interpreten das Interesse an der Musik selbst verlieren, dass sich die Musik in jeder Hinsicht entmaterialisiert, während andere Modeerscheinungen in den Vordergrund treten. Das Portico Quartett widerlegt solche Ängste. Wie ihre Fans und Anhänger sind auch sie wie selbstverständlich mit einer gobalen Jukebox an Sounds aufgewachsen, die jedem Menschen mit Neugier und einer Internetverbindung zur Verfügung steht. Was sie spielen, kann nicht einfach nur als World, Jazz, Pop, Rock, Roots oder zeitgenössische klassische Musik abgestempelt werden; das Quartett zieht seine Stärke und Inspiration aus all diesen Genres. Die Jungs verstehen die Macht der Performance und das Potential der Musik, durch ihre Grundelemente zu kommunizieren: Rhythmus, Harmonie, Melodie und Timbre. Und als eine Band aus Freunden haben sie einen kollektiven Sound hervorgebracht, der vielfache musikalische Erinnerungen hervorruft, und doch wahrhaftig neu bleibt; ein Sound, der eine warme, neue Note erklingen lässt, die sogar noch lange mitschwingt, nachdem der letzte Track geendet hat.