Tango Transit

Tango Transit – Blut                 Veröffentlichung: 17.Juni 2011

Artist Signed Records ASR 11 007/EAN:1191820110075/ Vertrieb: JA KLA   

 

Presseinfo als PDF

 

Drei kreative wie virtuose Instrumentalisten mit ungewöhnlicher Akkordeon-Kontrabass-Schlagzeug-Besetzung führen die  Emotionalität, Expressivität, Melancholie, Extase und Dynamik, die man mit der Musik und dem Lebensgefühl Tango assoziiert, in neue Sphären. Wie selbstverständlich setzen Martin Wagner (Akkordeon), Hanns Höhn (Kontrabass) und Andreas Neubauer (Schlagzeug) unterschiedliche Musikstile von Klassik über Blues und Cajun bis zu Funk und Drum’n’Bass in Bezug zueinander. Für eine energiegeladene, zeitlose Musik von ansteckender Spielfreude und eine ganz eigene Farbe in der europäischen Jazz-Landschaft.

 


23.05.2011  Mannheim - Nationaltheater

27.05.2011  Vanves (F) - Théâtre de Vanves

28.05.2011  Montmorency (F) - Les Lumières

04.06.2011  Kaufbeuren  - Podium

05.06.2011  Miltach - Jazzkeller 98 im Schloß

09.06.2011  Mainz - Ciné Mayence

17.06.2011  Liebenau - Scheunenverein

18.06.2011  Braunschweig - City Jazz Night 

19.06.2011  Fürth/Odw. - Laukas Studiobühne

14.07.2011  Illingen - L'Aubergine

06.08.2011  Düsseldorf - Jazz im Hofgarten

11.08.2011  Altenburg - Jazzclub

04.09.2011  Syke  - Open Air

10.09.2011  Mainz - Atelier Chr. Schauder

12.09.2011  Freiburg - Schützen

13.09.2011  München - Seidlvilla

14.09.2011  Landshut  - Wintergarten

15.09.2011  Jena - Café Wagner

16.09.2011  Erfurt - Jazzclub

17.09.2011  Chemnitz - Weltecho

18.09.2011  Oderaue - Theater am Rand

19.09.2011  Frankfurt/Oder - jazzFF

06.10.2011  Redange (L) - L'Inouï

07.10.2011  Gouvieux (F) - La Ferme

 


2008 entstanden die ersten Tango Transit-Aufnahmen. Martin Wagner schrieb die Stücke und im Zusammenspiel mit zwei weiteren ausgezeichneten Instrumentalisten, Hanns Höhn und Andreas Neubauer, war ein neuer, eigener Sound schnell klar erkennbar.

Die beiden bringen dazu individuelle Einflüsse aus der langjährigen Zusammenarbeit mit  Kollegen völlig unterschiedlicher Couleur ein. Kontrabassist Hanns Höhn hat sich mit seinem Duo-Projekt FrauContraBass und als Sideman in Deutschlands Jazzszene einen Namen gemacht. Schlagzeuger Andreas Neubauer hat nach 20 Jahren der Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern wie Glashaus, der Rapperin Sabrina Setlur und dem brasilianischen Grammy-Gewinner Ivan Santos eine künstlerische Wende vollzogen. In seiner Wahlheimat Paris spielt er jetzt vorwiegend in Straight Ahead-Besetzungen wie u.a. der Band des Saxophonisten Xavier Richardeau.

 

Den Tango im Bandnamen verstand man nicht als Referenz, sondern als eine gedankliche Brücke zu Begriffen wie Expressivität, Melancholie, Extase, Dynamik und Bewegung. Deshalb steht das Transit gleich dahinter. So wie Piazzolla den Tango zur Kunstform erhob, ihn weg von der „Folklore“, auch heraus aus der „Unterwelt“ holte und stattdessen die Nähe zu Klassik und Jazz suchte, transportiert Tango Transit die Grundidee des Tango in die Moderne. So entsteht energiegeladene, zeitlose Musik von ansteckender Spielfreude.

 

„Ich schreibe total intuitiv, die meisten Themen habe ich einfach so auf ein kleines Aufnahmegerät  improvisiert, sie sind meistens genau so geblieben. Anschließend schreibe ich das in Noten auf und assoziiere dazu.  Oder die Stückidee entsteht im Kopf, dann gehe ich ans Instrument – Klavier oder Akkordeon - und halte das erst mal akustisch fest, um die Stimmung, die Emotion reproduzierbar zu machen“ erklärt Martin Wagner. „Mich interessiert die direkte Umsetzung von Stimmungen, Emotionen. Der formelle Aspekt kommt auch ins Spiel, aber viel später.“

 

Die Motive fließen in Arrangements ein, deren formale Umsetzung sogar die Form einer dreisätzigen Suite haben kann – Intuition und Intelligenz in einer ausgewogenen Balance. Als Meister der Tasten und Knöpfe sorgt Wagner auf seinem Freebass Akkordeon in der Interaktion mit Höhns Kontrabass und Neubauers Schlagzeug für eine ganz eigene Farbe in der europäischen Jazz-Landschaft. Alle Triopartner greifen selbstverständlich interaktiv ins harmonische, melodische und solistische Spiel ein. „Mir ist wichtig dass jeder in der Band so spielen kann wie er selbst spielen will, keiner muss sich beim Musikmachen verbiegen. Dadurch ist jeder von uns authentisch, er selbst. Das funktioniert bei uns und deshalb ist die Band als Band gut “ ergänzt Martin Wagner.

 

Die Stücke:

Gleich zu Beginn überrascht Tango Transit mit einer dreisätzigen „Suite“ – dem vielleicht  zentralen Stück des Albums. Eine Komposition mit stark von klassischer Musik geprägten Elementen und großen Spannungsbögen. Eine grundsätzliche und typische Frage, die gerne bei Instrumentalmusik gestellt wird, lautet: Inspiriert die fertige Musik die Titel der Stücke oder ist es eher wie bei Programmmusik – das Thema steht und die Musik illustriert es dann? Weder das eine noch das andere? Oder sowohl als auch?

„Night Repair“ erzählt die Geschichte einer Metamorphose: vom Schönen ins noch Schönere!

 „Komshiluk“ ist das serbische Wort für Nachbarschaft. Es geht um die Interaktion zwischen Menschen. Das Spiel mit unterschiedlichen Klängen verändert hier auch die Stimmungen...

 Stille ist ein wichtiges Motiv in „Domovina“ mit seinem fast folkloristischen Touch. Domovina heißt Heimat und wirft die Frage auf: Wo ist deine Heimat ?

 „Zeitauge“ als besonders poetischer Titel steht für einen Moment, an dem man zurück blickt und ein sich treiben lassen in Gedanken.

 Auf alle Fälle denkt man an Louisiana, die Bayous und das Delta bei der musikalischen Beschreibung der „Fat Cat“ mit ihrem nicht immer grazilen, aber doch virtuosen Bewegungsablauf.

 Bei „Night in Egypt“ erscheint der Tango in orientalischem Gewand.

 „Busy Waiting“ ist ein Stück über einen Blender, über vorgetäuschte Geschäftigkeit und Wichtigtuerei.

 „The Curtain“ hat eine doppelte Assoziation. Der Vorhang im Kopf, eine Blockade, eine psychologische Situation. Aber dann schimmert doch durch, wie es sein könnte, wenn Grenzen überschritten würden. Eine Art Ausbruch. Wunderschön. Wie an einem Regentag. Man schaut aus dem Fenster, wie durch einen Schleier und erkennt plötzlich Licht, Weite, Befreiung.

 Das Stück, das der CD den Namen gibt, heben sich die Musiker bis zum Ende des Albums auf, als Finale, das noch einmal unterstreicht wofür das Album, die Musik von Tango Transit steht.

„Blut“ setzt den Schlusspunkt. Fließend, pulsierend, voller Lebenskraft und Energie.

 Das alles macht Tango Transit zu einem singulären Ereignis und einer unvergleichlichen Band. Hochgesteckten Erwartungen, im Konzert Gänsehaut und Glücksgefühle zu erzeugen, mit Souveränität und spielerischer Leichtigkeit auch tiefen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und das Publikum, mal träumend, mal tanzend, mitzureißen, lassen sich so souverän erfüllen.

 „Blut ist ein ganz besondrer Saft" ließ Goethe Mephistopheles in seinem „Faust“ verkünden. Blut ist lebenswichtig. Blut ist Träger der Lebenskraft, steht für Energie. Blut hat eine Transportfunktion. Blut fließt. Blut pulsiert. Das alles lässt sich auf die Musik von Tango Transit übertragen. Deshalb der Titel.