ELDAR -Virtue (Sony88697558662) V.Ö.: 30.10.2009
INNOVATIVE NEUE KOMPOSITIONEN VON ELDAR
MIT GASTAUFTRITTEN VON JOSHUA REDMAN UND NICHOLAS PAYTON
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Mit „Virtue“ veröffentlicht der Jazzklavier-Virtuose Eldar sein viertes Album bei Sony Music und unterstreicht damit seine Position als einer der führenden Jazzmusiker unserer Zeit. Die CD ist ein würdiger Nachfolger seines Grammy-nominierten Albums „re-imagination“ von 2008.
Mit Jose Armando Gola am Bass und Ludwig Alfonso am Schlagzeug – zu denen sich in Gastauftritten Nicholas Payton an der Trompete und die Saxophonisten Joshua Redman und Felipe Lamoglia gesellen – präsentiert Eldar mit „Virtue“ überwiegend eigene Kompositionen, die zeigen, wie sehr sich sein Stil kontinuierlich weiterentwickelt.
Diese künstlerische Reife täuscht darüber hinweg, dass Eldar – obwohl es schon neun Jahre her ist, dass er mit der Veröffentlichung seines Debütalbums für eine Sensation sorgte – erst 22 Jahre alt ist. Sein außergewöhnliches Talent zeigte sich schon früh in seiner Kindheit. Und Virtue vereint seine mitreißende jugendliche Energie mit einer neu entdeckten Raffinesse und gedanklichen Tiefe, die seine persönliche und künstlerische Entwicklung widerspiegeln.
„Ich bin sehr stolz auf dieses Album, mehr als auf alle vorherigen“, betont Eldar. „In vielerlei Hinsicht könnte man es als einen Soundtrack zu den Erfahrungen betrachten, die ich in New York City mache, seit ich hier wohne.“
Vor drei Jahren verließ er Los Angeles und begann, die Eindrücke seiner neuen Heimat zu verarbeiten. Das Ergebnis auf „Virtue“ ist aufregend und eingängig zugleich. Die Gesamtheit der einzelnen Nummern des Albums vermittelt den komplexen Eindruck einer städtischen Skyline, die Eldar und seine Band mit ihren Ideen durchdringen, indem sie sich gegenseitig durch eine Interaktion herausfordern, die in ihrer Lebendigkeit dem Strom der Menschen durch die Straßen ähnelt.
Von Anfang an verfolgte Eldar bei diesem Projekt einen experimentellen Ansatz. „Ich begann mit komplizierten Grundstrukturen, aber ich ließ sie sich rhapsodisch erweitern“, erklärt er. „Das bedeutet, dass ich mir keine Grenzen vorgab. Ich habe nicht mit irgendeinem Formkonzept wie z. B. A-A-B-A gearbeitet. Stattdessen folgte ich meinen Zielen und Prioritäten, indem ich mit harmonischen Fortschreitungen, Melodien und rhythmischen Strukturen experimentierte. Dadurch war ich in der Lage, die Ideen zu formen und zu entwickeln und sie schließlich zum Kern der Kompositionen dieses Albums werden zu lassen.“
Nachdem er das kompositorische Fundament zu „Virtue“ gelegt hatte, holte Eldar Gola und Alfonso dazu, die sich sofort nahtlos in den laufenden Konzeptionsprozess des Albums einfügten. „Ihre musikalischen Prämissen waren meinen sehr ähnlich. Als wir mit den Proben begannen, stellte die Musik eine Verbindung zwischen uns her. Wir fingen an, gemeinsame Ideen zu entwickeln, der Entstehungsprozess griff jetzt auf die ganze Band über.“
Und was nicht minder wichtig war: Die Musiker entwickelten eine intuitive Kommunikationsebene, die die Voraussetzung dafür war, diese Ideen in packendes Musizieren umzusetzen. Schließlich kamen sie an einen Punkt, den Eldar so beschreibt: „Wir haben alle das Gefühl, zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Während wir spielen, hören wir ständig aufeinander. Sollte jemand in eine unerwartete Richtung abbiegen, halten wir nicht dagegen. Wir bewegen uns gemeinsam, wir atmen gemeinsam. Wir verlassen uns aufeinander. Das funktioniert, weil wir unserer Intuition folgen – und nicht starr irgendeinem Notentext.“
Bitte Sperrfrist beachten: 26.10.2009