Pippo Pollina / Linard Bardill

Pippo Pollina / Linard Bardill - Caffè Caflisch
Jazzhaus Records/inakustik
V.Ö.: 5. Januar 2009

Pressetext als PDF

15.01. Freiburg, Jazzhaus
16.01. CH - Lenk, Das Zelt
23.01. Emlichheim, Haus Ringerbrüggen
24.01. Frankfurt, Romanfabrik
25.01. Braubach, Marksburg
31.01. München, Lustspielhaus
01.02. München, Lustspielhaus
07.02. Tuttlingen, Stadthalle
15.02. CH - Solothurn, Das Zelt

14.03. Würzburg, Luisengarten
21.03. CH - Wettingen, Das Zelt
19.04. CH - Zürich, Das Zelt
25.04. Passau, Redoutensaal
26.04. Dresden, Staatsschauspiel                        
weitere Tourdaten :
Pippo_Pollina_Linard_Bardill

 

Die Zuckerbäcker aus Graubünden waren und sind legendär. Als Auswanderer    gründeten sie am Anfang des 20. Jahrhunderts Bäckereien, Konditoreien, Bars und Caffés in Amsterdam, Moskau, Dresden und Paris. So auch der aus Trin stammende Christian Caflisch, der um 1900  in Palermo das berühmte "Caffè Caflisch“ gründete. Pippo Pollina saß in der Studentenzeit tagelang im "Caffè Caflisch“ und trank seinen Espresso, las Lampedusas Roman "il Gattopardo“ oder bereitete sich auf seine Juristenprüfung vor. Mit dem Juristen sollte es nichts werden. Mit dem Sprung des Leoparden aber schon. Denn im Roman heißt es, dass wer sein Glück machen wolle, die Insel früh verlassen müsse. Lampedusa hatte an einem der Tische des Caffè Caflisch den weltberühmt gewordenen Roman geschrieben und Pollina wagte den großen Schritt über das Meer. Mit Gitarre und Schlafsack bereiste er die nördlichen Länder Europas und blieb in der Schweiz hängen. Nicht zuletzt wegen des Bündner Liedermachers Linard Bardill, der ihn als Straßenmusiker in Luzern kennenlernte und gleich auf seine Tour durch das Engadin einlud. Pollina nahm an und eine Freundschaft war geboren, die nun schon 22 Jahre andauert. "I nu passaran“, hieß damals das Programm, "sie werden nicht durchkommen“, die Faschisten und Rassisten, die Ausländerhasser und falschen Patrioten.

 

Ziemlich militant waren Bardills rätoromanische Chanzuns damals und Pollina wusste, wovon man sang. Schließlich war er inzwischen selbst ein Emigrant. Nach der großen Bergwelttournee brachte Pollina Bardill immer wieder nach Sizilien, und immer wieder trank man einen Caffè im "Caflisch“: Quello giusto, den richtigen italienischen eben. Heute ist das Caffè fest in Sizilianischer Hand, die Caflischs wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Und doch ist der Ort einer der vielen Zeugen, dass alle Ausländer sind, fast überall, und dass Toleranz und offener Geist die beste Voraussetzung sind, dass aus Fremden Freunde werden.

 

Pollina und Bardill werden am 8. Januar 2009 mit ihrem neuen Programm "Caffè Caflisch“ in Palermo (mit einer Pressekonferenz im Caffè Caflisch) und am 10. Januar 2009 in Hausen am Albis starten (mit einem abendfüllenden Konzert  bei Mengia Caflisch, der Enkelin des legendären Caffè Gründers in ihrer Opernhausener Scheuer). Erwartet werden ca. 50 Caflischs. Vom Januar 2009 bis im Dezember werden die beiden in Deutschland Österreich, Italien und in der Schweiz (u.a. in Dresden, Mailand, Rom, Wien, Salzburg, Zürich, Basel, Bern) ca. 40 Mal zu hören und zu sehen sein.

http://www.jazzhausrecords.com/Pippo_Pollina_and_Linard%20Bardill