Edgar Knecht – Colours Of Europe

Eine faszinierende Verbindung von Jazz, europäischer Musiktradition und Weltmusik und eine Liebeserklärung an die kulturelle Vielfalt des Kontinents und ein flammendes Plädoyer für Völkerverständigung und ein geeintes Miteinander.

Der Kasseler Pianist und Komponist Edgar Knecht entstaubt auf einzigartige Weise das deutsche Volkslied.

 

Mit dem neuen Projekt „Colours Of Europe“ weitet Knecht diesen Ansatz konsequent aus: Aus dem „Old German Songbook“ wird gewissermaßen das „Great European Songbook“. Sieben Volksmusik- und Folk-Klassiker aus Frankreich, Österreich, Italien, Spanien und Deutschland hauchen Knecht und seine Begleiter ein mitreißendes, modernes Leben ein. Das Ergebnis ist ein vielschichtiger, lebendiger Sound, der das neu entdeckte europäische Musik-Erbe in all seiner fesselnden Vielfalt hörbar macht.

Eröffnet wird das neue Album „Colours of Europe“ mit „Beautiful Countries“, einer Reprise von Knechts bisheriger Arbeit mit deutschen Weisen: eine rhythmisch geschärfte, variantenreich umspielte Interpretation des bekannten Liedes „Kein schöner Land in dieser Zeit“, das der Volksliedsammler Anton Wilhelm von Zuccalmaglio im 19. Jahrhundert bearbeitete.

Nach Frankreich führt die „Ballade Imaginaire“, inspiriert von der Idee einer offenen, zeitgenössischen „Folklore Imaginaire“, die Volksmusik ohne Scheuklappen in die Gegenwart  des Jazz holt. Italien ist mit „Tarantola“ vertreten, das auf der Energie der Tarantella aufbaut.

In „Still“, Knechts Version des Salzburger Weihnachtsliedes „Still, still, still“, verbinden sich Groove, ungewohnte Sounds, melodische Erweiterungen und furiose Solo-Improvisationen zu einem spannungsreichen Steigerungsbogen – sodass man sich fragt, ob das Kindlein des Originals hier wirklich schlafen will oder sich eher nach Abenteuern sehnt.

Stilistisch besonders weit öffnet sich der Horizont in „Arturiana“. Ausgangspunkt ist Manuel de Fallas „Asturiana“, ergänzt durch den Dialog mit der Flamenco-Gitarre von Pau Figueres. Das Stück entwickelt zunehmend rockige Züge, nicht zuletzt durch den Einsatz eines Synthesizers der französischen Firma Arturia – eine Verneigung auch vor Knechts Prägung durch Progressive Rock. Ähnlich episch angelegt ist „Catcher In The Rye“, das auf Carl Reineckes „Roggenmuhme“ basiert und deren mythische Melodik in einen fast schon bombastischen Sound überführt.

Eine besondere Rolle spielt dabei Knechts Spieltechnik mit dem eigens entwickelten und patentierten „Pizzicato Pedal“: ein mechatronischer Modulator am Flügel, der mit Gummileisten die Saiten stufenlos abdämpft und neue klangliche Möglichkeiten eröffnet – beidhändig und mit großer Variabilität gespielt.

Doch schließlich ist Knecht keineswegs Alleinunterhalter, sondern stets Primus inter Pares unter seinen exzellenten Begleitern. „Colours Of Europe“ ist das erste Projekt mit einer neuen Trio-Besetzung: Neben dem langjährigen Weggefährten und Ausnahmedrummer Tobias Schulte bedient nun Till Spohr den Bass, und zwar, wie es dieses Projekt erfordert, mit allen Wassern gewaschen: Von den verschiedensten Jazz- und Rock-Stilistiken bis zum virtuosen Bogenspiel.

Hinzu kommen namhafte Gäste: Der österreichische Holzbläser Christoph Pepe Auer (Bassklarinette) prägt drei Stücke, Trompeter Frederik Köster ist auf „Main Bridge“ und „Ballade Imaginaire“ zu hören, Pau Figueres steuert seine markante Gitarre zu „Arturiana“ bei. Eine zentrale Rolle spielen zudem der italienische Akkordeonist Luciano Biondini bei „Beautiful Countries“ und insbesondere bei „Tarantola“.

So entsteht auf „Colours Of Europe“ ein vielstimmiger musikalischer Dialog zwischen Alt und Neu, Tradition und Moderne, von Klängen und Künstlern aus ganz Europa. Dieses Album ist mehr als mitreißende Musik – es ist eine Liebeserklärung an die kulturelle Vielfalt des Kontinents und ein flammendes Plädoyer für Völkerverständigung und ein geeintes Miteinander.

„Colours Of Europe“ ist die schlüssige Fortsetzung der Album-Trilogie des Edgar Knecht Trios, die 2010 mit „Good Morning Lilofee“ begann, sich 2012 mit „Dance On Deep Waters“ fortsetzte und 2019 in „Personal Seasons“ mündete. Gleichzeitig spinnt das Projekt den Begegnungsgedanken des Albums „Keys To Friendship“ fort, das Knecht mit dem syrischen Pianisten Aeham Ahmad einspielte.

Diese musikalischen Transformationen haben bereits national wie international für Aufsehen gesorgt: Die Jazz- und Salsa-Interpretationen, mit denen Knecht Klassiker wie „Maria durch ein Dornwald ging“ verwandelte, stürmten die Jazz-Charts, schafften es in diverse Bestenlisten und wurden von Kuba bis Nordamerika gefeiert. „Keys To Friendship“ wurde für den Preis der deutschen Plattenkritik nominiert. Das Projekt gewann den Creole-Preis für die beste Weltmusik aus Deutschland. Vom NDR („eine einzigartige Symbiose“) bis zu Rondo („setzt Maßstäbe“), vom deutschen Fach-Magazin Jazzthetik („ziemlich unerreicht“) bis zum britischen Jazzwise („zum Weinen schön“) – für sein innovatives Konzept bekam Knecht höchstes Lob.

Edgar Knecht – Piano, Piano Modulator, Synthesizer, Komposition.        Tobias Schulte – Drums, Percussion.           Till Spohr – Bass

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VÖ: 13.03.2026

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