Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience
- Dark Was the Night, Cold Was the Ground 2: 49 – feat. Morgan Freeman & Keith Johnson
- Crossroads 3:35 – feat. Super Chikan
- Death Letter Blues 4:00 – feat. Taj Mahal
- Dust My Broom 2:37 – feat. Lady Adrena
- The Thrill Is Gone 4:09 – feat. Alvin Youngblood Hart
- Cadillac Assembly Line 3:43 – feat. Keb’ Mo’
- Somebody’s Knockin’ 3:48 – feat. Anthony Big A Sherrod
- Traveling Riverside Blues 3:41 – feat. Shemekia Copeland
- I’ll Take You There 3:08 – feat. Tierinii Jackson & Stax Music Academy Choir
- Love Me Or Leave Me4:14 – feat. Anthony Big A Sherrod
- Someday 4:04 – feat. Anthony Big A Sherrod
- I Lied To You from Sinners3:27 – feat. Keith Johnson
I like the blues. I like music. I cannot claim to be an aficionado. That’s not my place.
I’m an enthusiast, but that’s a necessity.
– Morgan Freeman
“Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience” ist ein zeitgenössisches Blues-Album, eingespielt vom Chineke! Orchestra, mit Morgan Freeman als Produzent, Initiator und Erzähler (Track 1) und unter der musikalischen Leitung von Martin Gellner (Komponist, Dirigent und Musical Director, zuletzt als Arrangeur für Hans Zimmer Live tätig), der alle Arrangements für dass Projekt geschaffen hat.
Aufgenommen wurde das Album in zwei der renommiertesten Studios der Welt: den Royal Studios in Memphis, Tennessee, und den Abbey Road Studios in London. Das Projekt verbindet kraftvolles, filmisches Storytelling mit Live-Blues und orchestralen Performances und bringt dafür Grammy®-prämierte Produzenten mit herausragenden Blues-Künstlern und -Künstlerinnen zusammen.
Zu den Produzenten gehört Lawrence „Boo“ Mitchell, Grammy®-prämierter Toningenieur, Produzent und Komponist, preisgekrönter Filmproduzent sowie Inhaber der Royal Studios in Memphis. Für Uptown Funk erhielt er 2016 den Grammy® für Record of the Year und war maßgeblich an der Produktion des Oscar-prämierten Soundtracks zu Sinners beteiligt.
Zu den Künstlern und Künstlerinnen des Albums zählen Taj Mahal, einer der renommiertesten Gitarristen und Multiinstrumentalisten des Blues, der im Laufe seiner Karriere unter anderem mit Eric Clapton, The Rolling Stones und Etta James zusammengearbeitet hat; Keb’ Mo’, Sänger und Gitarrist sowie fünffacher Grammy®-Preisträger, unter anderem in der Kategorie Best Contemporary Blues Album; und Shemekia Copeland, gefeierte amerikanische Blues- und Soul-Sängerin und achtfache Grammy®-Nominierte.
„Ich habe den Blues zum ersten Mal auf der Veranda meiner Großmutter im Mississippi-Delta gehört, und er hat mich nie wieder verlassen“ – wenn Morgan Freeman über den Blues spricht, geht es nicht um eine neu entdeckte Leidenschaft. Die Musik begleitet den Schauspieler seit seiner Kindheit. Mit „Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience“ macht der Oscar-Preisträger diese lebenslange Verbindung nun zum Ausgangspunkt einer musikalischen Reise durch rund ein Jahrhundert Bluesgeschichte.
Wer dabei ein überraschendes Gesangsdebüt des Hollywood-Stars erwartet, wird allerdings enttäuscht – oder vielleicht beruhigt. Freeman versteht sich bei dem Projekt vor allem als Produzent, Initiator und Erzähler. Seine unverwechselbare Stimme eröffnet das Album zu Blind Willie Johnsons „Dark Was the Night, Cold Was the Ground“; die musikalische Hauptrolle überlässt er einigen der profiliertesten Bluesmusikerinnen und -musiker der Gegenwart.
Die zwölf Stücke schlagen einen großen historischen Bogen: von Blind Willie Johnson und Robert Johnson über Son House, Elmore James und B.B. King bis zu „I Lied To You“ aus dem Soundtrack von „Sinners“. Klassiker werden dabei nicht museal konserviert, sondern mit neuen Arrangements in einen größeren Klangraum versetzt.
Für das Projekt hat Freeman eine Besetzung zusammengebracht, die sich wie ein kleines Who’s who des heutigen Blues liest. Taj Mahal übernimmt Son Houses „Death Letter Blues“, Keb’ Mo’ widmet sich „Cadillac Assembly Line“, Alvin Youngblood Hart ist bei „The Thrill Is Gone“ zu hören. Dazu kommen unter anderem Shemekia Copeland, James „Super Chikan“ Johnson, Anthony „Big A“ Sherrod, Keith Johnson, Adrienne „Lady Adrena“ Ervin sowie Musikerinnen und Musiker aus dem Umfeld von Freemans Ground Zero Blues Club in Clarksdale, Mississippi.
Den entscheidenden klanglichen Kontrapunkt liefert das Chineke! Orchestra. Das 2015 von Chi-chi Nwanoku gegründete Ensemble gilt als Europas erstes professionelles Orchester mit mehrheitlich Schwarzen und ethnisch diversen Musikerinnen und Musikern. Die Orchesterparts für Freemans Projekt entstanden in den Abbey Road Studios in London, während weitere Aufnahmen in Lawrence „Boo“ Mitchells traditionsreichen Royal Studios in Memphis eingespielt wurden.
Gerade diese Verbindung macht die Idee hinter „Morgan Freeman’s Symphonic Blues Experience“ interessant. Hier soll der Blues nicht durch ein Sinfonieorchester „veredelt“ werden. Vielmehr treffen zwei Klangwelten aufeinander, wobei die Geschichte und Ausdruckskraft des Blues das Zentrum bilden.
Für Morgen Freeman ist diese Geschichte untrennbar mit der afroamerikanischen Erfahrung verbunden. Der Blues, sagt er, wurzele in Geschichten, die von Westafrika in den amerikanischen Süden getragen wurden, und sei zum Zeugnis eines ungebrochenen menschlichen Geistes geworden. Entsprechend versteht er das Album nicht allein als musikalisches Projekt, sondern auch als Erinnerung an die Menschen und Lebenswelten, aus denen diese Musik hervorgegangen ist.
So ungewöhnlich die Kombination aus Hollywood-Star, Delta Blues und Sinfonieorchester zunächst wirken mag: Für Freeman führt sie letztendlich zurück zu einem sehr persönlichen Ausgangspunkt – jener Veranda seiner Großmutter im Mississippi-Delta, auf der er den Blues erstmals hörte. Seine „Symphonic Blues Experience“ ist keine nostalgische Rückschau, sondern eine Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart, Memphis und London, Juke Joint und Konzertsaal. Oder, wie Freeman selbst die Idee auf den Punkt bringt: Die Verhältnisse im Delta mögen sich verändern, seine Seele bleibt.
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