Danielle Lupi – Wilma

  1. Blame Games / Featuring Michael Kiwanuka (3:35)
    Written by Daniele Luppi / Michael Kiwanuka / Shungudzo Kuyimba
    Uses portions of “Bacharachico” written by Sandro Brugnolini
  2. Thoughts & Words / Featuring Orion Sun (2:56)
    Written by Daniele Luppi / Tiffany Maureen Majette / Alberto Baldan Bembo
    Uses portions of “Sweet Oasi” written by Alberto Baldan Bembo
  3. Reverie #1 (1:01)
    Written by Daniele Luppi
  4. Fallin’ Dreams / Featuring Michael Kiwanuka (3:32)
    Written by Daniele Luppi / Michael Kiwanuka
    Uses portions of “Veranda” written by Bruno Battisti D’Amario / Giorgio Rosciglione / Franco Chiari / Giorgio Santini
  5. So Low / Featuring Orion Sun (3:08)
    Written by Daniele Luppi / Tiffany Maureen Majette / Shungudzo Kuyimba
    Uses portions of “Tema di Andrea” written by Alberto Baldan Bembo
  6. Reverie #2 (1:01)
    Written by Daniele Luppi
  7. To Some Degree / Featuring Michael Kiwanuka (3:01)
    Written by Daniele Luppi / Michael Kiwanuka / Shungudzo Kuyimba
    Uses portions of “Parole sulla sabbia” written by Franco Tamponi
  8. Anxiety / Featuring Orion Sun (1:41)
    Written by Daniele Luppi / Tiffany Maureen Majette / Shungudzo Kuyimba
    Uses portions of “Samoa” written by Alberto Baldan Bembo
  9. Reverie #3 (1:21)
    Written by Daniele Luppi
  10. You Could Be The Sun, I Could Be The Moon / Featuring Orion Sun & Michael Kiwanuka (5:31)
    Written by Daniele Luppi / Michael Kiwanuka / Tiffany Maureen Majette
    Uses portions of “Oblo” written by Alberto Baldan Bembo

Yamaha DX7, Drums, Percussion: Daniele Luppi

Arranged & produced by Daniele Luppi

Recorded by Daniele Luppi at Les Studios Saint Germain, Paris, France / EastWest Studios, Los Angeles, CA / Studio Minerva, Los Angeles, CA
Additional Recording: Bastien Lozier at Les Studios Saint Germain, Paris, France / Jeff Peters at EastWest Studios, Los Angeles, CA

Mixed by Daniele Luppi at Studio Minerva, Los Angeles, CA

Daniele Luppi ist ein zweimal Emmy-nominierter in L.A. lebender italienischer Film- und Fernsehkomponist und hat als Musikproduzent mit Künstlern wie den Red Hot Chili Peppers, Depeche Mode, Danger Mouse, Jack White und John Legend zusammengearbeitet. Auf seinem neuen Album „Wilma“ widmet er sich einer Leidenschaft, die ihn bereits seit seiner Kindheit begleitet: dem italienischen Kino und der unverwechselbaren Musik seiner Filmklassiker.

Ausgangspunkt für „Wilma“ war ein außergewöhnlicher Fundus: Luppi erhielt Zugang zu einem Archiv mit Tausenden Aufnahmen einiger der renommiertesten italienischen Studiokomponisten und -musiker der 60er-, 70er- und frühen 80er-Jahre. Darunter befanden sich zahlreiche Stücke, die ursprünglich für Filme, Werbespots, Kurzfilme, Dokumentationen und Industriefilme entstanden waren, teilweise jedoch nie verwendet wurden. Luppi hörte sich durch mehr als tausend dieser Aufnahmen und suchte gezielt nach vergessenen musikalischen Schätzen, die sich in einen völlig neuen Kontext überführen ließen.

Statt das historische Material lediglich zu restaurieren oder neu aufzulegen, versteht Luppi seine Arbeit dabei ähnlich wie die eines Filmdokumentaristen: Die vorhandenen Aufnahmen bilden das Ausgangsmaterial, das er neu editiert, arrangiert und mit zeitgenössischer Instrumentierung, Synthesizern, Live-Drums, subtilen Effekten und neuen Stimmen verbindet. So entsteht aus Musik mit unterschiedlichem Kontext eine neue, eigenständige Erzählung. Warme Analogproduktion trifft auf moderne Klanggestaltung, zeitlose Arrangements auf behutsame elektronische Akzente, und aus jahrzehntealten Fragmenten entwickelt sich eine atmosphärische, ausgesprochen filmische Klangwelt. Pop, Soul und orchestrale Lounge-Sounds verbinden sich zu etwas völlig Neuem.

Als Stimmen gewann Luppi Michael Kiwanuka und Orion Sun, die sich die Songs des Albums teilen und zugleich am Songwriting beteiligt waren. Seine Auswahl der beiden folgte weniger der klassischen Idee eines Features als vielmehr dem Casting für einen Film: Nicht allein der Klang ihrer Stimmen war entscheidend, sondern ebenso die Themen ihrer eigenen Musik und die emotionale Persönlichkeit ihrer bisherigen Arbeiten. Während Luppi an Kiwanuka besonders dessen tiefes Gefühl für Menschlichkeit faszinierte, sah er in Orion Suns Stimme eine intime, natürliche Wärme. Gerade das Zusammenspiel dieser sehr unterschiedlichen künstlerischen Persönlichkeiten wurde zu einem wesentlichen Bestandteil des Albums. Zusätzliche Songtext-Beiträge stammen von der GRAMMY-prämierten simbabwisch-amerikanischen Sängerin und Songwriterin Shungudzo.

Im Zentrum von „Wilma“ steht die Liebe – allerdings nicht als geradlinige romantische Erzählung. Das Album beschäftigt sich vielmehr mit den Unsicherheiten und Widersprüchen moderner Beziehungen: mit Selbstzweifeln und Sehnsucht, Nähe und Verletzlichkeit, Selbstbehauptung und der Bereitschaft, sich einem anderen Menschen wirklich zu öffnen. Liebe erscheint hier als Balanceakt zwischen Selbstschutz und Vertrauen, zwischen Kontrolle und Spontaneität. Die Stimmen von Kiwanuka und Orion Sun verleihen diesen unterschiedlichen Facetten eine unmittelbare emotionale Präsenz und finden schließlich im abschließenden Duett zusammen.

„Wilma“ ist der erste Teil einer von Luppi konzipierten experimentellen Trilogie und zugleich ein außergewöhnlicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Aus verloren geglaubten Aufnahmen italienischer Studiomusiker schafft Luppi keine nostalgische Rekonstruktion, sondern etwas entschieden Neues: Songs, die ihre filmische Herkunft spürbar bewahren und dennoch außerhalb einer bestimmten Epoche existieren können. Selbst das Cover führt diese Verbindung zum Kino fort: Es zeigt eine Aufnahme der französischen Schauspielerin Edith Scob, fotografiert von Antonio Gálvez am Set von Luis Buñuels Film „The Milky Way“ aus dem Jahr 1969.

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Digital (VÖ: 09.10.2026) 

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