Yaron Herman Trio - Songs Of The Degrees

Yaron Herman Trio - Songs Of The Degrees

Blue Note / Universal

VÖ: 15.2.2019

 

10.05.2019 Berlin   Emmaus-Kirche                 

11.05.2019 München  Jazzclub Unterfahrt        

14.05.2019 Mannheim Alte Feuerwache             

06.07.2019 Stuttgart Jazzopen                             

06.09.2019 Bremen    Musikfest        

 

“Das Trio, das ist Freiheit mit Einschränkungen”, meint Yaron Herman. Für ihn stellt es ein paradoxes Vergnügen dar, nach acht Jahren wieder zu dem von so vielen Jazz-Pianisten favorisierten Trio-Format zurückzukehren. Denn es stellt ihn vor die nicht zu unterschätzende Herausforderung, etwas Neues in eine alte Form zu gießen. Indem er hier ein bereits tausendfach abgegrastes Terrain erkundet, setzt er sich außerdem unweigerlich dem Vergleich mit den Aufnahmen der alten Meister und seiner Zeitgenossen aus. “In diesem Trio-Format ist es nicht so einfach, neue Dinge zu kreieren, eine Melodie hervorzuheben, Emotionen zu vermitteln, etwas auszuleuchten, seinen Platz im Raum, im Klang und in der Improvisation zu finden”, gesteht Yaron Herman ein. Doch als Musiker, der die Herausforderung liebt, schrecken ihn die Einschränkungen des traditionellen Trios keineswegs ab, sondern beflügeln seine Kreativität nur noch mehr. Schließlich ist Yaron Herman bekannt dafür, dass er sich nicht gerne auf seinen Lorbeeren ausruht und auch nicht zweimal die gleiche Furche pflügt. Sein letztes Trio-Album  “Follow The White Rabbit” hatte der in Paris lebende Israeli 2010 veröffentlicht. Auf seinem neuen Album nutzt er das Trio-Format nutzt er nicht nur, um “zu den Grundlagen zurückzukehren”, sondern auch um noch unbekannte Facetten seines eigenen Talents zu erkunden.

 

“Songs Of The Degrees” ist, wie der Titel bereits nahelegt, eine Sammlung von Liedern. Man könnte sie mit einer Gedichtsammlung vergleichen. Denn das Album wurde konzipiert, um eine “bestimmte Geschichte” zu erzählen. Und jedes Stück kann, wie der Pianist sagt, als “ein an sich selbst adressierter Brief” betrachtet werden. Dem Hörer bleibt es überlassen, in den elf Stücken die impliziten autobiographischen Töne wahrzunehmen und die “Stufen” der Emotionen zu identifizieren, die den Künstler beim Komponieren und Interpretieren bewegten. Der Pianist selbst betrachtet die Stücke eher als “Puzzle” denn als Sequenz. Als Motto vorangestellt hat Yaron Herman ihnen einen Vers aus den “Vier Quartetten” des Dichters T.S. Eliot: “Wir werden nicht aufhören, zu forschen... und am Ende all unserer Forschungen werden wir wieder da stehen, wo wir anfingen... und diesen Ort zum ersten Mal erkennen.” Es liegt auf der Hand, dass diese Worte, die sich eigentlich auf eine existenzielle Dimension beziehen, auch als Metapher für den Jazz interpretiert werden können. Denn der Jazz ist eine Musik, die auf der Erforschung des Selbst und der Sprache basiert und immer wieder zu ihren Wurzeln zurückkehrt, um die ihm innewohnenden endlosen Varianten und Möglichkeiten stets neu zu entdecken.

 

Für Yaron Herman stellt diese Aufnahme, die sehr zur Überraschung aller Beteiligten in wenigen Stunden komplett eingespielt war, einen “Neuanfang” in seiner “Beziehung zum Klavier” dar. In Sam Minaie, so sagt der Pianist, hat er genau den Bassisten gefunden, den er sich für seine Rückkehr zum Trio-Format erhofft hatte. Der iranisch-amerikanische Bassist, der an verschiedenenen Projekten von Tigran Hamasyan beteiligt war und auch schon mehrfach mit Melody Gardot tourte, hatte am California Institute of the Arts bei dem legendären Charlie Haden studiert. Mit dem Schlagzeuger Ziv Ravitz, der den Pianisten bereits auf seinen letzten vier Alben begleitete, formt er hier ein Rhythmusgespann, von dem Herman sagt: “Die Chemie zwischen uns stimmt einfach.” Durch “wahre Interaktion” verschmelzen die beiden Musiker mit ihm zu einer Einheit, die es dem Trio erlaubt, “überallhin zu reisen”. So gelingt es ihnen, wirklich Raum für Improvisationen zu öffnen, die Noten während des Spielens mit “Bedeutung zu füllen” und sich gemeinsam innerhalb der entstehenden Musik vorwärtszubewegen.

 

Nach zwei Blue-Note-Alben, auf denen der Pianist neue Klänge und Formen sowie eine andere Ästhetik ausgelotet hat, kehrt Yaron Herman nun also zur Einfachheit des Trios und zu seinen Wurzeln zurück. Dabei lässt er bei seinen melodischen Entscheidungen oder in seinem harmonischen Konzept gelegentlich auch seine Vorliebe für eine bestimmte Art von anspruchsvoller Popmusik durchklingen, verschmilzt sie nun aber mit dem Klang des Jazz. Es ist zeitgenössischer Jazz, der auf der Höhe der jüngsten Entwicklungen des Genres ist, die Vielfalt seiner Ausdrucksformen und Stimmlagen subtil aufzuzeigen weiß und dieses Trio zu einem der derzeit wichtigsten macht.  Aber Yaron Herman erhält hier auch Gelegenheit, in seinem Spiel zu zeigen, was er seinen großen Vorbildern Keith Jarrett und Paul Bley verdankt, und einen daran zu erinnern, dass seine einzigartige Stimme auf profunden Kenntnissen des Reichtums der Jazzmusik basiert, mit dem er sich unablässig auseinandersetzt. Auf “Songs Of The Degrees” begibt sich Yaron Herman  auf eine echte innere Reise, die sowohl fesselnd als auch mitreißend ist. Sie führt ihn von dem melancholischen “Shadow Walk” über die fröhliche Einfachheit von “Just Being” und die Rubato-Expressivität von “The Hero With A Thousand Faces” sowie die beeindruckende Narrative von “Traveling Light” bis zur zarten, introspektiven Poesie von “Still Awake”. Es ist eine Reise, die einem Neuanfang gleichkommt und dazu führt, dass der Künstler selbst noch mehr von sich entdeckt und seinem Publikum Einblicke in seine tiefe musikalische Seele gewährt.

 

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