Mareille Merck LARUS – Live In Köln 2026
Mareille Merck LARUS schlägt ein neues Kapitel auf: Live in Köln 2026
Mit Louise Knobil und Hendrik Eichler präsentiert Gitarristin Mareille Merck ihr Trio in neuer Besetzung und erstmals live auf Tonträger.
Mit «Live in Köln 2026» legt das Trio LARUS nach zwei Studioalben nun die erste Live-Veröffentlichung vor. Seit Anfang des Jahres ist die Band um Gitarristin und Komponistin Mareille Merck (*1996) in neuer, internationaler Besetzung unterwegs: Am Kontrabass ist Louise Knobil dabei – ein aufstrebender Stern am europäischen Jazzhimmel. Die junge Bassistin, die ursprünglich auf der Westschweiz kommt und in Paris lebt, überzeugt am Instrument mit schier unendlicher Spielfreude und Energie. Mareille Merck und Louise Knobil verbindet bereits eine mehrjährige musikalische Zusammenarbeit. Immer wieder trafen die beiden in verschiedenen Projekten aufeinander und luden sich gegenseitig ein, bei Konzerten mit ihren Projekten mitzuspielen. Eine feste Zusammenarbeit war unausweichlich.
Am Schlagzeug sitzt der Kölner Drummer Hendrik Eichler und überzeugt mit dynamischem Spiel und kreativen Ideen. «Hendrik spielte zum ersten Mal als Sub bei LARUS mit. Aufgrund von Krankheit brauchte ich sehr kurzfristig einen Ersatz für ein Festival. Hendrik lernte innerhalb kürzester Zeit das gesamte Programm und das Zusammenspiel am Gig fühlte sich sofort intuitiv und natürlich an, es hat einfach von der ersten Minute an Spass gemacht. Es war ziemlich schnell klar: Hendrik gehört in diese Band», so Merck.
Auf «Live in Köln 2026» begrüßt uns die Band mit einer ereignisreichen und vielseitigen Komposition. «A Walk Through Wonderland» hält, was der Titel verspricht, und fühlt sich an wie ein Spaziergang durch einen Zauberwald. Links und rechts am Wegesrand sind mehrstimmige Gitarrenklänge, lyrische Bassmelodien und überraschende Schlagzeug-Einwürfe zu entdecken.
Es folgen «Nebula» und «Solarplexus», wobei letzteres eine energetische, freie Improvisation der ganzen Band enthält, umrahmt von Flageoletts und kräftiger Distortion in der Gitarre.
Bei «Kap Arkona» und «Konturen» wird es sanfter, bevor «Camel» ganz am Ende der EP nochmals so richtig aufrüttelt. Auf ein improvisiertes Bass-Intro folgt ein eingängiges Riff und eine verzerrte, kräftige Melodie. Im Gitarrensolo dreht Merck noch einmal auf und drückt mit einem Metheny-artigen Synth-Sound eine Reihe von chromatischen Lines ab.
«Camel» hat einen spannenden Hintergrund: 2020 hatte Mareille Merck die Gelegenheit, diese Komposition gemeinsam mit Star-Gitarrist John McLaughlin in Montreux auf die Bühne zu bringen. «Es war eine große Ehre, eine meiner Kompositionen mit John McLaughlin zu spielen», erzählt Merck. «Es waren zwei Gitarrensoli geplant und ich bat John, das zweite Solo zu übernehmen. Ich vermute, jeder kann nachvollziehen, dass ein eigenes Solo nach diesem genialen Gitarristen wie ein unmögliches Gelingen daherkommt. Es gab ein langes Intro, dann das Thema und wenige Sekunden vor dem Beginn meines Solos riss eine meiner Gitarrensaiten. Was für ein Schock! Mir blieb nichts anderes übrig, als John mit Handzeichen quer über die große Bühne zu signalisieren, dass ich nicht starten kann und zu hoffen, dass er die erste Improvisation übernimmt, damit ich in der Zwischenzeit meine Gitarre wechseln kann. Es hat alles knapp geklappt und ich war gerade rechtzeitig bereit, um mein Solo zu spielen. Natürlich voller Adrenalin und es gab keine Zeit mehr, um sich Gedanken darüber zu machen, dass John direkt vor mir ein fantastisches Solo gespielt hat. Ich habe also einfach drauflosgespielt, ohne zu viel nachzudenken. Und ich habe es überstanden! Schlussendlich war das ein tolles Erlebnis und hat mein weiteres Schaffen sehr geprägt.»
Auf der Live-EP erklingt «Camel» in einer neuen, etwas veränderten Version. Auf «Live in Köln 2026» zeigen Merck, Knobil und Eichler in knapp einer halben Stunde Musik, dass sie sowohl leise und zurückhaltend spielen können als auch alle Verzerrer aufdrehen, in die Bass-Saiten hauen und die Becken und Toms zum Beben bringen können.
Mareille Merck – Gitarre & Komposition
Louise Knobil – Kontrabass
Hendrik Eichler – Schlagzeug
1 A Walk Through Wonderland
2 Nebula
3 Solarplexus
4 Kap Arkona
5 Konturen
6 Camel
Fredboard Records / LC 102804 / 0724133762887 / Vertrieb digital: iMusician / Bandcamp /
Vertrieb physisch: GalileoMC
VÖ: 23. 10. 2026


